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43 junge Laiendarsteller präsentieren in voll besetzter Seelower Stadtkirche das Ergebnis des CVJM-Probencamps

Super-Leistung
Bejubelte Musical-Premiere

Ines Weber-Rath / 29.10.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 29.10.2018, 10:46
Seelow (MOZ) Die Apsis der Stadtkirche ist am Sonnabend zur großen Bühne für junge Talente geworden. 43 Mädchen und Jungen aus dem Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) Oderbruch gestalteten die vom Publikum bejubelte Premiere des Musicals „Petrus. Der Jünger“.

Warum die Vorstellung mit einer halben Stunde Verspätung begann, hat Jugendpfarrer Robert Parr erst am Ende erklärt – als alles gut über die Bühne gegangen war. Nein, nicht nur gut, sondern großartig! Der Meinung waren auch die Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde der 43 Musical-Darsteller, die den Kirchsaal füllten. Sie bejubelten die Leistung der jungen Multitalente, die fast alle als Sänger, Tänzer und Schauspieler in mehrere Rollen geschlüpft waren.

Die Apsis der Seelower Stadtkirche wurde zur großen Bühne für junge Talente: 43 Mädchen und Jungen aus dem CVJM Oderbruch haben für ihre Premieren-Aufführung des Musicals "Petrus. Der Jünger" viel Befall bekommen.
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CVJM-Musical-Premiere in Seelow

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Bei Laurina Affeld indes löste der Beifall Tränen aus – Tränen der Erleichterung. Die junge CVJM-Mitarbeiterin war spontan eingesprungen, als unmittelbar vorm Beginn der Aufführung bekannt wurde, dass Chorleiterin Stefanie Thierer erkrankt ist.

Gemerkt haben das wohl nur die Wenigsten – so gut stand das Ensemble im Stoff: Die Mädchen und Jungen im Alter zwischen 7 und 15 Jahren aus ganz Märkisch-Oderland sangen voll Inbrunst und ohne Texthilfe Lieder wie „Keine Angst“, „Ich will wachsen“ oder „Da ist einer, der uns festhält“. Sie tanzten zu flotten Musical-Rhythmen und Choreografien und viele im Publikum staunten: Wie ist das nach nur einer Woche möglich?

Zu Beginn der Herbstferien hatte der CVJM sein Probencamp in der Seelower Grundschule aufgeschlagen. Bilder, die vorm Beginn der Vorstellung über die große Leinwand in der Apsis flimmerten zeigten, mit wie viel Elan und Spaß die jungen Laiendarsteller geprobt, Requisiten gebaut und Kostüme gestaltet haben.

Das etwa anderthalbstündige Stück nimmt die Zuschauer mit nach Galiläa vor rund 2000 Jahren. Dort treffen die Fischer Simon Petrus, gespielt vom 13-jährigen Claas Rotzoll aus Lietzen,  und sein Bruder Andreas (Valentin Müller aus Hohenwutzen) auf Jesus (Jonathan Hanisch, 13, aus Lietzen). Beide werden zu seinen Jüngern.

Für Lacher im Publikum sorgen moderne Aspekte im biblischen Stück. Zum Beispiel, als sich Petrus’ Gattin wundert, dass unter den Jüngern keine Frau ist und ihr Mann antwortet: „Es gibt noch keine Frauenquote.“ Die Idee vom Tempelbau kommentiert Andreas skeptisch: „heutzutage braucht man doch für jede Hütte eine Baugenehmigung“. Und zeitgemäß klingt auch das Lied, in dem es heißt, „wir müssen dienen lernen – ohne Profit und Lohn“.

Ansonsten fehlt es im Stück weder an Wundern – Jesus heilt, vermehrt Fisch und Brot, lässt den Sturm abflauen und geht übers Wasser – noch an Bildern aus dem gelobten Land und an menschlichen Schwächen, die Jesus vergibt.

Am Ende bittet Robert Parr auch die vielen Helfer auf die Bühne, ohne deren Einsatz das Projekt nicht geglückt wäre. „Erika, Erika“, rufen die Mädchen und Jungen und loben so die Chef-Versorgerin.

Nach der Premieren-Party im CVJM-Jugendhaus ging es am Sonntag zur nächsten Aufführung nach Bad Freienwalde.

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