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Im kommenden Jahr wird die Entsorgung im gesamten Amtsbereich auf freiwilliger Basis eingeführt

Entsorgung
Biesenthal bekommt Bio-Tonne

Braune Tonnen: In Panketal – hier in der Unterwaldenstraße – wurde vor anderthalb Jahren die Bio-Tonne eingeführt.
Braune Tonnen: In Panketal – hier in der Unterwaldenstraße – wurde vor anderthalb Jahren die Bio-Tonne eingeführt. © Foto: Sergej Scheibe
Olav Schröder / 30.10.2018, 08:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Auch im Bereich des Amtes Biesenthal-Barnim wird die Bio-Tonne eingeführt. 2019 soll es so weit sein, wie die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft angekündigt hat. Da es sich bei der Einführung der Bio-Tonne noch um ein Pilotprojekt handelt, ist das Angebot zunächst kostenfrei.

Alle Haushalte in den Kommunen des Amtes haben dann die Möglichkeit, sich an dieser Entsorgung zu beteiligen. Wer jedoch keine Bio-Tonne möchte, kann sich an die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft (BDG) wenden und die Tonne abbestellen. So lange sich das Vorhaben in der Projektphase befindet, ist die Beteiligung nach Mitteilung der BDG nicht nur freiwillig, sondern auch kostenfrei. Vor der Einführung werden sämtliche Hausbesitzer im Amtsbereich über die Modalitäten noch informiert. Zu dem Thema gibt es Erläuterungen auf der Internetseite der BDG und auch gedruckte Informationen unter anderem per Flyer.

Die Einführung der braunen Tonne in Biesenthal kündigte Bürgermeister Carsten Bruch an. Das Modellprojekt startete im Barnim im Frühjahr 2016 in Wandlitz. Es folgten Panketal, Ahrensfelde, Bereiche von Eberswalde, Bernau-Waldfrieden sowie einzelne Straßen in Bernau, Schönow, Ladeburg, Börnicke, Birkholz, Birkholzaue, Birkenhöhe und in der Waldsiedlung. Zuletzt wurde die Gemeinde Schorfheide angeschlossen. Ziel ist die flächendeckende Aufstellung im gesamten Landkreis. Ebenso wie Biesenthal-Barnnim werden die Ämter Joachimsthal und Britz-Chorin Oderberg im nächsten Jahr folgen.

2020 soll die Einführung im gesamten Landkreis abgeschlossen sein. Dann ist die Aufstellung der Bio-Tonne nach dem neuen, 2012 in Kraft getretenen Kreislaufwirtschaftsgesetz in Brandenburg Pflicht. Der Landkreis Barnim verfolgt in diesem Zusammenhang das Ziel, einen regionalen Stoffkreislauf aufrechtzuerhalten. Aus den eingesammelten Bioabfällen wird schon jetzt Kompost hergestellt, der auf den Recycling- und Wertstoffhöfen erworben werden kann.

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz nennt als Ziel, dass aus den Haushalten bis Ende 2020 mindestens 70 Kilogramm Bioabfall pro Einwohner zusammen kommen. 30 Kilogramm davon sollen durch die Bio-Tonne  abgedeckt werden. 2012 lag Brandenburg bei der getrennten Erfassung der Grünabfälle bei insgesamt 40 Kilogramm pro Einwohner.

In Biesenthal-Barnim werden im kommenden Jahr pro Haushalt 120-Liter-Tonnen angeboten. Die Hausbesitzer haben in der Pilotphase nicht nur die Möglichkeit, die Tonne abzubestellen. Davon machen vor allem Hausbesitzer Gebrauch, die ihre Grünabfälle selbst kompostieren. Sofern größere Mengen entsorgt werden sollen, kann aber auch ein zweiter Bio-Behälter hinzu bestellt werden. Nach Angaben des Landkreises Barnim vom Mai diesen Jahres liegt der Anschlussgrad bei 80 Prozent. Alle zwei Wochen werden die Tonnen geleert.

Etwa die Hälfte der Abfälle in einer Restmülltonne, so die Faustformel der BDG, ist eigentlich Bio-Müll, der durch die Abfalltrennung zum Beispiel vor der Entsorgung in einer Müllverbrennungsanlage gerettet wird. Dazu gehören Grünabfälle wie zum Beispiel Rasen- oder Strauchschnitt, Unkraut, Fallobst und Laub sowie Küchenabfälle, angefangen von Obst- und Gemüseschalen über verdorbene Lebensmittel ohne Verpackung bis hin zum Küchenpapier.  Nicht in die Biotonne gehören zum Beispiel Windeln sowie Hunde- oder Katzenstreu.

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