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Geburtstag
Weltmeister und junge Talente feiern

Manja Wilde / 05.11.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 05.11.2018, 15:03
Fürstenwalde (MOZ) Weltmeister, Europameister, Deutsche und Landesmeister – viele erfolgreiche Sportler der BSG Pneumant gehörten am Sonnabend zu den rund 400 Gästen der Sport-Party. Bei gutem Essen und Musik feierten sie den 69. Vereinsgeburtstag. Aber es gab auch ernste Moment.

„Ich wollte nie erwachsen sein“, singt Leon Luca Hebert mit seiner hellen Kinderstimme ins Mikrophon. Mit dem Peter-Maffay-Song eröffnet der Elfjährige das Programm der Sport-Party. Seit 2012 ist der Junge mit den strahlend blauen Augen Mitglied der BSG Pneumant. Mittlerweile lässt er das Fußballspiel ruhen, konzentriert sich in seiner Freizeit nur noch auf den Unterricht an der Musikschule.

Doch oft wird Leon von ganz anderen Gedanken gequält. „Er hat seit drei Jahren Krebs und wird am Montag wieder operiert“, sagte seine Mutter Ina Hebert. „Musik und Fußball holen seine Seele hoch“, nennt die Fürstenwalderin den Grund, warum ihr der Auftritt ihres Sohnes am Sonnabendabend dennoch so wichtig war. Tosender Applaus, gute Wünsche von der Vereinsvorsitzenden Karin Lehmann, ein Gutschein fürs Schwapp und die Einladung von Feuerwehrchef Jörn Müller zur Rundfahrt im Löschfahrzeug erfreuten Leon nach seinem Auftritt. 

400 Gäste feiern 69. Geburtstag der BSG Pneumant
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Pneumant Sport-Party

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Mit Applaus sparten die Gäste auch in den nächsten Stunden nicht. Schließlich konnten Karin Lehmann und ihre Vorstandskollegen Susann Müller und Ulf Andres viele Mitglieder für besondere Leistungen auszeichnen. Harald Schwarz zum Beispiel: Seit 55 Jahren ist der heute 69-Jährige Mitglied der Pneumant-Familie – und damit länger als jeder andere. „Als Jugendlicher, mit 14, bin ich damals bei Chemie Fürstenwalde eingetreten“, sagt der Demnitzer. Ab 1972 arbeitete er als hauptamtlicher Radsporttrainer bei der BSG. Zwischendurch trat er etwas kürzer. „Seit einem Jahr bin ich wieder voll Trainer“, sagt Schwarz. Der Tod seines Vorgängers, Gerald Radde, gab den Ausschlag. Und wieder verhilft er jungen Menschen zur Sport-Karriere. „Mein größtes Talent sitzt am Nachbartisch“, verrät Schwarz.

Es ist die zwölfjährige Joy Angelique Born, die sich im Mai den Titel Landesmeisterin im Einzelzeitfahren erkämpfte. Seit drei Jahren trainiert sie. „Ab der siebten Klasse gehe ich nach Frankfurt auf die Sportschule“, sagt das zierliche Mädchen. Auch sie darf sich an diesem Abend über Urkunde und Präsent-Tüte freuen. Petra Senger, Vorstandsmitglied des Kreissportbundes, hatte zudem Ehrennadeln mitgebracht – Karsten Hasemann, der zum Weltmeisterteam der Drachenbootfahrer gehört und zudem deutscher Meister ist, erhielt sie in Gold.

Doch nicht nur Vereinsmitglieder genießen den Abend. Nancy Langfeld und Lutz Christoffel gehören zu den ersten, die sich zur Musik der Band „Open Road“ auf der Tanzfläche drehen. „Es ist einfach schön hier und wir tanzen gern“, sagt die Fürstenwalderin, die in leuchtend roter Fest-Garderobe erschienen ist. Spätestens beim ersten Helene-Fischer-Song ist die große Tanzfläche in der Halle des Pneumant-Sportforums gut gefüllt.

Harald Schwarz und seine Frau Petra, die die Senioren-Gymnastik-Gruppe leitet, denken da bereits ans Gehen. „Wir fliegen heute Nacht noch in den Urlaub“, verrät die 58-Jährige. Auch Leon und seine Mutter zieht es nach dem offiziellen Teil nach Hause. „Wir müssen noch Koffer packen“, sagt Ina Hebert. „Aber ich habe mir schon überlegt, dass ich wieder mit dem Fußball anfange, wenn ich aus dem Krankenhaus raus bin“, sagt Leon.

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