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Autotest Dacia Duster

Schickere Front: Optisch bleibt der Duster ein Duster, wirkt allerdings moderner.
Schickere Front: Optisch bleibt der Duster ein Duster, wirkt allerdings moderner. © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 05.11.2018, 11:25 Uhr - Aktualisiert 05.11.2018, 13:29
Berlin (MOZ) Dacia legt seit Jahren eine Erfolggeschichte hin. Wurde die rumänische Marke anfangs noch belächelt, hat sie mit einem Marktanteil von mittlerweile 2,1 Prozent renommierte Anbieter wie Peugeot, Mazda oder Nissan hinter sich gelassen. In diesem Jahr beträgt das Zulassungsplus bei uns stolze 20,1 Prozent, während der Gesamtmarkt lediglich um 1,4 Prozent wuchs. Dabei belegt nach dem Kleinwagen Sandero der Geländewagen Duster den zweiten Platz in der Kundengunst. Die Neuauflage des SUV verkauft sich großartig – mit einem Plus von stolzen 67,5 Prozent.

Dacia legt seit Jahren eine Erfolgsgeschichte hin. Wurde die rumänische Marke anfangs noch belächelt, hat sie mit einem Marktanteil von mittlerweile 2,1 Prozent renommierte Anbieter wie Peugeot, Mazda oder Nissan hinter sich gelassen. In diesem Jahr beträgt das Zulassungsplus bei uns stolze 20,1 Prozent, während der Gesamtmarkt lediglich um 1,4 Prozent wuchs.
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Motor

Auch Dacia erneuert seine Motorenpalette, um angesichts der Debatte um Stickoxide, CO2 und Feinstaub zukunftssichere Wagen zu verkaufen. Die neuen Diesel mit 95 PS beziehungsweise 115 PS haben nun auch einen Katalysator mit Harnstoffeinspritzung (AdBlue), um wirklich sauber zu sein. Gerade hat Dacia zudem die beiden neuen Benziner mit 130 PS sowie 150 PS vorgestellt, die die bisherigen Varianten mit 114 PS und 125 PS ablösen und nun mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet sind. Der von uns gefahrene große Diesel holt aus 1,5 Litern Hubraum bis zu 115 PS und 260 Newtonmeter maximales Drehmoment. Das macht den Duster nicht zum Rennwagen, für souveräne Fortbewegung aber reicht das unzweifelhaft. In der Allradvariante kann man in 12,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100 kommen und auf der Autobahn 180 km/h erreichen. Die Sechs-Gang-Schaltung könnte etwas exakter sein.

Karosserie/Ausstattung

Auf den ersten Blick ist klar: Duster bleibt Duster. In der Optik hat Dacia bei der nun erhältlichen zweiten Generation seines 2010 erstmals angebotenen Imageträgers wenig geändert – eine selbstbewusstere Front und neue Heckleuchten etwa gehören zu den optischen Neuigkeiten des mit 4,34 Meter Länge noch immer kompakten Wagens. Der bietet dafür ordentlich Platz. Und sieht mittlerweile gar nicht mehr so billig aus wie noch vor einiger Zeit. Zudem hat moderne Technik Einzug gehalten, so kann man in das ordentliche Navi neuerdings auch sein Smartphone über Apple CarPlay oder Android Auto integrieren.  Aber auch Rundum-Kamera oder Toter-Winkel-Warner sind heutzutage erhältlich. Ab Werk hat der Duster immer sechs Airbags, ESP, Fensterheber vorn und fernbedienbare Zentralverriegelung an Bord.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Duster (mit Frontantrieb und Benziner) gibt es mit 11.490 Euro weiterhin für unverschämt wenig Geld. Die meisten Kunden wollen allerdings mehr als die Grundausstattung. Zudem bekommt man einen Diesel erst gar nicht in der Basisvariante. Mit dem von uns gefahrenen großen Selbstzünder plus Allrad landet man mindestens bei 17.800 Euro. Unser Testwagen kam letztlich auf 21.020 Euro – was angesichts des Gebotenen noch immer günstig ist. Offiziell verbraucht der große Diesel bei Allradantrieb 4,7 Liter Diesel (123 g/km CO2), ein bis anderthalb Liter mehr sollte man einkalkulieren.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk ist eigentlich komfortabel, erscheint dann bei schlechten Straßen aber manchmal zu poltrig abgestimmt. Dafür ist der Duster wirklich etwas für Wege abseits befestigter Straßen, zumindest in der Allradversion. Mittels Drehrad in der Mittelkonsole kann man zwischen Frontantrieb, Allrad mit variabler Kraftverteilung zwischen vorn und hinten oder einer Geländesperre wählen. Auch die Bodenfreiheit von 20 Zentimetern sowie die kurzen Überhänge helfen dem Duster im Gelände voran. Die Bremsen sind bissig, die Lenkung könnte direkter sein.

Fazit

Der optisch weiter unverkennbare Duster glänzt noch immer mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis, hat aber jenseits der Basisausstattung das Spartanische abgelegt. Das steht dem Wagen gut. Hajo Zenker

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