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Whippet Elsa fliegt über die Bahn und setzt sich beim Zepernicker Hunderennen gegen Husky Arkani durch

Tierische Leistung
Windhündin holt den Pokal

Kerstin Ewald / 06.11.2018, 07:45 Uhr
Zepernick (MOZ) Der Hundesportverein (HSV) Zepernick lud am Sonnabend zu zwei tierischen Wettbewerben: Bei einem Rennen in der Dompromenade traten 24 Hunde in ausgelosten Paarungen an. Beim Spaßparcour war Kooperation mit Herrchen oder Frauchen gefragt.

Aufgeregt springen die Rüden und Hündinnen auf dem Hundesportplatz umher. Doch heute geht es nicht darum, wer am lautesten japst. Konzentration und Schnelligkeit sollen sie zeigen beim „Halloween Hunderennen“ vom HSV Zepernick. Ob Mops, ob Dogge oder Promenadenmischung: alle Hunde mit Impfausweis und Versicherungsschein durften mitmachen. Dabei gerieten auch die Halter außer Atem, die jeweils mit Leckereien oder Lieblingsspielzeugen vorne weg flitzten. Im ersten Durchlauf rannte jeder der 24 haarigen Teilnehmer in drei verschiedenen Paarungen. Nur die besten 16 kamen in die nächste Runde, in der sich dann acht Hunde qualifizierten, und so weiter bis ins Finale.

Kalle, eine jugendliche Französische Bulldogge, ist mit Familie Marek nach Zepernick gekommen. Sandra Marek trainiert mit ihr regelmäßig beim HSV. Was kann Kalle am besten? „Kuscheln und sich irgendwo dazwischen quetschen“, verrät ihr Sohn Lukas, zehn Jahre alt. Während Sandra Marek und ihre beiden Söhne den Rüden, der heute heute etwas aufgeregt ist, vom Rennziel aus locken, biegt Kalle ab und läuft stattdessen den Hindernisparcour neben der Bahn entlang. „Nicht so schlimm“, denken sich die Mareks und versuchen es wieder. Und tatsächlich, danach klappt es besser: Kalle gewinnt und qualifiziert sich für die nächste Runde.

Auch Arkani, der einjährige Husky, macht sich gut beim Hunderennen. Er wird später den zweiten Platz belegen. „Richtig trainieren wir nicht“, sagt seine Besitzerin Mandy Köhler aus Schönow, „aber ab und zu kommt Arkani mit uns joggen.“

Das Rennen heute ist für die meisten eine spaßige Angelegenheit, augenscheinlich auch für die Hunde. Doch daneben verfolgt der HSV Zepernick mit regelmäßigen Sonnabendtrainings ein durchaus ernsthaftes Ziel: „Wir versuchen Hunde sozialverträglich und alltagstauglich zu machen“, erklärt Henning Rudloff, der zweite Vereinsvorsitzende. „Dazu müssen zuallererst die Herrchen und Frauchen begreifen, dass sich die Vierbeiner wirklich unterordnen müssen.“ Konsequenz sei dabei ein hohes Gut, erklärt Rudloff.

Hauptmotivation für die Hunde, den Haltern zu gehorchen, sei Lob. „Dass wir jedes Mal, wenn es einen Anlass gibt, loben, müssen viele von uns erst wieder lernen“, meint Tierfreund Rudloff, dessen Hovawart Hündin Juma Landesmeisterin im Combinations-Speed-Cup-Rennen ist. Schläge und an der Leine rupfen, seien in seinem Verein kein probates Mittel. Beim Spaßparcour konnte sich der kleine Rico mit Geschick und raffinierten Sprüngen durchsetzen.

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