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Aufgedeckt
Schlachtbetrieb nach Schock-Fotos verboten

Heimlich von Tierschützern gefilmt: Wurde das Tier gemäß den Vorgaben geschlachtet? Das Veterinäramt hat einem Fehrbelliner Schlachthof am Donnerstag die Schlachtgenehmigung entzogen – wegen Verstößen gegen das Tierrecht.
Heimlich von Tierschützern gefilmt: Wurde das Tier gemäß den Vorgaben geschlachtet? Das Veterinäramt hat einem Fehrbelliner Schlachthof am Donnerstag die Schlachtgenehmigung entzogen – wegen Verstößen gegen das Tierrecht. © Foto: Animal Rights Watch
Markus Kluge / 08.11.2018, 21:05 Uhr - Aktualisiert 09.11.2018, 07:57
Fehrbellin (MOZ) Nach der Veröffentlichung von Videoaufnahmen über die Misshandlung von Rindern in der Hakenberger Fleisch GmbH (Hafleg) hat das Unternehmen aus Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin) die Schlachtung vorerst eingestellt. Das Veterinäramt des Kreises prüft nun arbeitsrechtliche Konsequenzen für die Mitarbeiter. Die grausamen Schlachtungen wurden von Mitgliedern der Tierschutzorganisation Animal Rights Watch (Ariwa) aufgedeckt.

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Schlachtbetrieb nach schockierenden Bildern verboten

Videothek öffnen

Die Tierschützer hatten den Schlachtbetrieb bei der Hafleg an zwei Tagen im Sommer mit versteckter Kamera gefilmt. Die illegal angefertigten Bilder zeigen, wie Mitarbeiter Tiere treten, mit Stangen schlagen und den Elektroschocker entgegen den Vorschriften auch am Kopf einsetzen. Zudem wurde gefilmt, wie bis zu fünf  Mal erfolglos versucht wird, Rinder mit einem Bolzenschussgerät zu betäuben, und die Schnitte für das Entbluten  fehlerhaft gesetzt werden.

Nach Ansicht des Veterinäramtes enthalten die Aufnahmen „teils schockierende Bilder“. Wie die Aufsichtsbehörde mitteilte, wurde der Betrieb regelmäßig überprüft, und eigentlich sollte bei jeder Schlachtung auch ein Tierarzt dabei sein. „Warum es gleichwohl zu solchen Verstößen kommen konnte, wird zurzeit aufgearbeitet“, teilte das Amt mit.

Hafleg-Geschäftsführer Jens Winter war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Gegenüber dem rbb bezeichnete er die Arbeit seiner Mitarbeiter als nicht akzeptabel. Ein Mitarbeiter dürfe inzwischen den Hof nicht mehr betreten, ein anderer nicht mehr schlachten.

Die Hafleg, die als Bio-Schlachthof zertifiziert ist, hat sich auf die Schlachtung und Verarbeitung von Rindern aus der Region spezialisiert. Der Betrieb mit sechs Mitarbeitern beliefert neben Restaurants auch die deutsche Köche-Nationalmannschaft mit Fleisch.

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