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Autotest Mitsubishi Eclipse Cross

Früher ein Sportcoupé, heute ein SUV - Mitsubishi Eclipse
Früher ein Sportcoupé, heute ein SUV - Mitsubishi Eclipse © Foto: Hajo Zenker
Hajo Zenker / 13.11.2018, 15:35 Uhr - Aktualisiert 13.11.2018, 16:20
Berlin (MOZ) Mitsubishi konnte in diesem Jahr bei uns um stolze 15,8 Prozent zulegen, der Gesamtmarkt dagegen wuchs lediglich um 1,4 Prozent. Während ASX und Outlander etwas schwächeln, hat der neue Eclipse Cross einen sehr guten Start hingelegt. Auch der Pajero bleibt eine Stütze der Japaner.

Motor

Beim Eclipse Cross gibt es keine Qual der Wahl: Lediglich ein Benziner mit 163 PS und 250 Newtonmeter maximalem Drehmoment aus 1,5 Liter Hubraum steht zur Verfügung. Der eigentlich angekündigte Diesel lässt auf sich warten. So muss der kultiviert klingende Ottomotor reichen – und der macht seine Sache nicht schlecht. Dank der bereist bei 1800 Umdrehungen zur Verfügung stehenden 250 Newtonmeter kommt man trotz der 1,5 Tonnen Gewicht flott vom Fleck. In 10,3 Sekunden kann man in der von uns gefahrenen Sechs-Gang-Getriebe-Version von 0 auf Tempo 100 kommen und auf der Autobahn 205 Stundenkilometer erreichen. Schaltung und Kupplung könnten aber etwas feinfühliger reagieren.

Karosserie/Ausstattung

Von 1990 bis 2012 stand der Name Eclipse bei Mitsubishi für ein Sportcoupé, das insbesondere für Amerika von Bedeutung war. Neuerdings ist der Begriff zu neuem Leben erwacht, allerdings mit dem Zusatz Cross versehen, um klar zu machen: Die Coupé-Dachlinie ist zwar zurück, aber diesmal bei einem heute so beliebten hochgelegten Auto. Damit nimmt Mitsubishi einen Trend auf, den BMW einst mit dem X6 erfunden hat. Einen Geländewagen mit einem abgeschrägten Dach zu versehen, kann man für merkwürdig halten, wer es mag, dem dürfte der rustikal-schnittige Mitsubishi gefallen. Der 4,41 Meter lange und 1,69 Meter hohe Eclipse Cross verströmt durchaus Selbstbewusstsein. Die kleine Heckscheibe wird zusätzlich noch von einem Spoiler durchbrochen – das gibt dem Eclipse Cross zwar eine ganz eigene Rückansicht, für den Fahrer bedeutet das aber schlechte Sicht auf das Verkehrsgeschehen hinter einem. Vorn sitzt man nicht nur angenehm hoch, auch das Platzangebot ist sehr ordentlich. Hinten sitzen zwei Erwachsene gut, die Kopffreiheit ist angesichts der Dachlinie aber eingeschränkt. Die Rücksitze lassen sich geteilt verschieben, die Lehnenneigung verstellen. So ergeben sich 378 bis 466 Liter Kofferraum. Ab Werk ist der Mitsubishi gut bestückt: Der Wagen hat stets sieben Airbags, ESP, Berganfahrhilfe,  Spurhalte- und Fernlichtassistent, Klimaautomatik, beheizbare Außenspiegel, Fensterheber rundum,  Tempomat, Audiosystem und fernbedienbare Zentralverriegelung.

Unser Autor hat den Mitsubishi Eclipse Cross getestet.
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Fahrverhalten

Dieser Mitsubishi ist eher komfortabel ausgelegt, für dynamische Kurvenfahrt scheint der Wagen weniger geeignet. Dafür reist es sich gut im Eclipse Cross. Unebenheiten werden zumeist draußen gehalten, Kopfsteinpflaster aber wird für die Insassen spürbar. Allradantrieb ist nur in Verbindung mit einer Automatik erhältlich.

Wirtschaftlichkeit

Eigentlich geht es laut Liste bei 21.990 Euro los, es gilt aber derzeit einen Rabatt von 3000 Euro, was also 18.990 Euro bedeutet. Offiziell verbraucht man in der Frontantriebsversion mit Handschaltung 6,6 Liter Super auf 100 Kilometer (151 g/km CO2), im wahren Leben sollte man einen Liter mehr einkalkulieren.

Fazit

Wer einen Geländewagen mit einer Coupé-Dachlinie für eine tolle Idee hält, ist mit dem Eclipse Cross gut bedient – Höhe und Raumangebot sprechen für den Wagen. Man muss aber mit einer einzigen Motorisierung leben. Hajo Zenker

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