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Klaus-Peter Krüger, Partnerschaftsbeauftragter des Landes Brandenburg für die rumänische Region Centru, und zwei Schülerinnen des Deutschen Lyzeums in Sebes zu Gast in Trebnitz

Vortrag
Dracula beim Schloss-Gespräch für den Wissenstransfer genutzt

Gäste und Gastgeber: Klaus-Peter Krüger, Julia Thiess und Antonia Tomescu vom Deutschen Lyzeum Sebes sowie Darius Müller und Magdalena Antoniewicz (v. l.) vom Schloss Trebnitz.
Gäste und Gastgeber: Klaus-Peter Krüger, Julia Thiess und Antonia Tomescu vom Deutschen Lyzeum Sebes sowie Darius Müller und Magdalena Antoniewicz (v. l.) vom Schloss Trebnitz. © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 15.11.2018, 07:15 Uhr
Trebnitz (MOZ) „Geschichten mit Biss“ – schon der Titel für das Trebnitzer Schloss-Gespräch am Dienstagabend in der Schmiede machte neugierig. Vorgestellt werden sollte die rumänische Region Centru. Und klar, dass man da von ganz allein auf Dracula kommen kann. Doch darauf wollten die Veranstalter Transsylvanien oder Siebenbürgen, wie dieser Teil Rumäniens auch genannt wird, die Region nicht reduziert wissen. Wobei Julia Thiess und Antonia Tomescu vom Deutschen Lyzeum Sebes (Mühlbach) im Wechsel mit Klaus-Peter Krüger, Partnerschaftsbeauftragter des Landes Brandenburg für die rumänische Region Centru, eine kurzweilige wie beeindruckende Einführung in die Landeskunde gaben. Sie kamen dabei immer wieder doch auch auf Fürst Vlad Tepes zurück. Er war das historische Vorbild für den 1897 erschienenen Roman des irischen Schriftstellers Bram Stoker.

Dass es weltweit inzwischen mehr als 510 Kinofilme über den wohl berühmtesten Vampir der Literaturgeschichte gibt, dürfte genauso zu den Überraschungen des Abends gehört haben wie der Hinweis darauf, dass Rumänien – Mitglied der NATO sowie der EU – europaweit über das schnellste Internet verfügt. Auf die 510 Filme hätten die Anwesenden beim Quiz zu Beginn tippen können. Die sechs Fragen hatten es wirklich in sich! Wer weiß denn aus dem Effeff, dass Rumänien in seiner jetzigen Form erst seit 100 Jahren besteht? Oder dass es mit Klaus Johannis heute einen deutschsprachigen Präsidenten hat? Bei der Frage nach der Bevölkerung Siebenbürgens waren sogar alle vier vorgegebenen Antworten richtig: Dort leben Rumänen, Ungarn, Deutsche und Zigeuner. Dass hierzulande sofort darüber diskutiert werden würde, ob das Wort Zigeuner verwendet werden darf, wurde in dem mit Fotos und Filmsequenzen begleiteten Vortrag ebenfalls thematisiert. Auf die Frage, ob sie Zigeuner, Sinti oder Roma seien, kam im entsprechenden Ausschnitt immer wieder eine Antwort: Zigeuner.

Julia Thiess und Antonia Tomescu, die beiden 17-Jährigen vom Deutschen Lyzeum in Mühlbach, berichteten auch über ihr Alltagsleben, ihre Schule, ihre Klassenkameraden und Sehenswürdigkeiten in ihrer Heimat. Wobei das Miteinander dort trotz verschiedener Glaubensrichtungen und ethnischer Herkunft weitgehend funktioniert, wie Klaus-Peter Krüger bestätigte. Bei Parlamentswahlen gibt es demnach für 18 anerkannte Minderheiten unabhängig von den abgegebenen Stimmen jeweils einen Sitz in der Abgeordnetenkammer. Krüger selbst hält sich drei bis vier Monate im Jahr in Rumänien auf.

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