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Pro-Klima-Projekt lädt zu vier Workshops mit unterschiedlichen Themen ein / Mitwirken der Einwohner, Behörden und Betriebe ausdrücklich erwünscht

Bernau.Pro.Klima
Heiße Zeiten auf Siedlungsflächen

Hitze ist Rot: Temperaturen auf Grundlage einer Analyse kann Maren Michaelsen an dieser Karte ablesen.
Hitze ist Rot: Temperaturen auf Grundlage einer Analyse kann Maren Michaelsen an dieser Karte ablesen. © Foto: Andrea Linne
Andrea Linne / 16.11.2018, 07:00 Uhr
Bernau (MOZ) Bis Ende 2019 realisieren die Stadt Bernau und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) gemeinsam das Projekt Bernau.Pro.Klima. Nach einiger Zeit des Faktensammelns biegt das Vorhaben nun auf die praktische Zielgerade ein. Den Auftakt macht am 20. November ein erster Workshop. Einwohner, Firmen, Institutionen sind ausdrücklich aufgefordert, sich einzubringen.

Das Thema des ersten Workshops „Bernau auf dem Weg in die Heißzeit“ ist laut Projektmitarbeiterin Maren Michaelsen mit Bedacht gewählt. Anhand einer großen Karte, gestützt auf Daten aus dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, ist zu sehen, wo es in der Stadt und auf Feldern dampft. Wirklich kühl, erläutert die Umweltmanagerin, ist es nur in den Wäldern rund um Bernau und an den Seen im Norden der Stadt. Die Vorarbeiten hat eine Projektgruppe geleistet, der neben der Leiterin des Stadtplanungsamtes Sylvia Hirschfeld auch weitere Mitstreiter angehören. Ziel sei es laut Hirschfeld, eine Anpassungsstrategie für die Stadt zu entwickeln, wie sich Planungen an Klimaveränderungen anpassen können. Dazu erhoffe sich die Stadt auch eine Art Standard, um künftig alle Bauträger und Umweltplaner gleichermaßen auf bestimmte Baumarten, Bewässerungsgebiete oder Eratzmaßnahmen einzuschwören. So gebe es noch keine Handlungshinweise zu Dachbegrünungen oder Windschutzhecken.

„Für uns ist interessant, die Bernauer selbst zu hören. Wie hat sich die Landschaft verändert, was erhoffen sie sich für die Zukunft, was können sie selbst beeinflussen?“, führt die 30-jährige Maren Michaelsen aus. Vier Workshops seien zu den themenkreisen Wald, Gewässer, landwirtschaftliche Flächen sowie urbane Gebiete angesetzt worden. Bis in den Februar hinein werden damit Fachleute und Akteure angesprochen. „Betroffen ist jeder“, macht die Eberswalderin klar, „ob von Stürmen, Überflutungen oder extremer Trockenheit wie in diesem Jahr.“ Es geht auch darum, nachzuahmen, was die Natur den Menschen zeige, aus den Daten und Fakten ganz praktische Vorhaben abzuleiten.

Klimaforscher Steffen Kriewald erläutert am Dienstag den Bernauern eine Karte mit Oberflächenwerten von 2013 bis 2017. Die Lokalexpertise aber, so nennt es Maren Michaelsen, müsse von den Bewohnern kommen: „Wir wollen etwas gegen Verunsicherung tun und Lebensqualität verbessern.“

Beginn am 20. November ist um 18 Uhr in der Rotunde der Schule am Blumenhag, Zepernicker Chaussee 24.Am 28. November ist um 18 Uhr der zweite Workshop zu Ortsteilen und Landwirtschaft in der Birkholzer Dorfstraße 24 angesetzt.

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