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Konzert
Begeisterung im proppevollen Gemeindesaal

Gern gesehene Gäste: Das Kaliningrader Sinfonieorchester gastierte im Gemeindesaal Hoppegarten.
Gern gesehene Gäste: Das Kaliningrader Sinfonieorchester gastierte im Gemeindesaal Hoppegarten. © Foto: Dirk Schaal
Dirk Schaal / 16.11.2018, 07:45 Uhr - Aktualisiert 16.11.2018, 09:20
Hoppegarten bei Berlin (MOZ) Bis auf den letzten Platz war der Gemeindesaal beim Konzert des Kaliningrader Sinfonieorchesters und der Sop­ranistin Helena Goldt gefüllt.

Mittendrin saß Andrea Malchert. „Ich habe durch meine Freundin von diesem Konzert gehört. Sie hatte danach so geschwärmt, dass ich es unbedingt auch mal erleben wollte“, erzählte die Berlinerin. Und um es vorwegzunehmen, sie tat es nach dem letzten Takt der Musik ihrer Freundin mindestens gleich.

„Fulminant“, so kündigte Bürgermeister Karsten Knobbe den Auftakt an, der es in der dieser Form auch mindestens werden sollte. Antonin Dvoraks 9. Sinfonie (Aus der neuen Welt) füllte den Saal mit Tönen, die zu den bekanntesten der klassischen Musik gehören. Gespielt von einem sichtbar spielfreudigen Orchester, das das Handwerkszeug dazu perfekt beherrscht. Melodiös, schon fast beschwingt, wurde es beim zweiten Stück, dem Walzer aus Michail Glinkas Fantasie aus der Oper Iwan Sussanin, übrigens die erste russische Oper überhaupt. „Ein Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, der so vorzüglich vorgetragen zu jeder Jahreszeit zum Träumen und Genießen einlädt, und die schwungvollen Ungarischen Tänze Nr. 5 und 6 von Johannes Brahms sowie ein Stück aus dem Film Terminal beschlossen den musikalisch herausragenden Teil eines bemerkenswerten Konzerts.

Die Wahlberlinerin Helena Goldt widmete sich mit ihrer Sopranstimme im zweiten Teil eher der leichten Muse. Den von ihr vorgetragenen russischen Tango verstand sie als eine Liebesbekundung an ihre kasachische „Mamuschka“. Einem weißen Kirschbaum gab sie im Lied von Anna German musikalisch Gestalt, bevor ein Hauch vom Samba bei „Komm mit mir nach Brasilien“ durch den Gemeindesaal schwang.

In die vom Publikum lautstark geforderte Nachspielzeit gingen Arkadi Feldmann und sein Orchester mit „Moon River“ und einem Medley von Boney M.-Hits.

Im Spendentopf landeten knapp 1400 Euro. Das Geld geht komplett an das Orchester – bei knapp 40 Musikern, Kosten der Anreise und fast zweistündigem Konzert ein magerer Stundenlohn. „Wir haben hier viele Freunde und kommen immer wieder gern her, wenn wir in Deutschland auf Tour sind“, versicherte Orchesterleiter Arkadi Feldmann.

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