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zu brandenburgische SPD
Hoffnung auf die Erststimme

Ulrich Thiessen
Ulrich Thiessen © Foto: MOZ
Meinung
Ulrich Thiessen / 19.11.2018, 07:15 Uhr
Potsdam (MOZ) Welche Hybris, möchte man ausrufen! Die brandenburgische SPD gibt das Ziel aus, alle 44 Direktwahlkreise zu gewinnen. Und das bei Umfragewerten, die um die zwanzig Prozent liegen. Was auf den ersten Blick wie Größenwahn aussieht, ist bei genauerer Betrachtung ein Paradigmenwechsel.

Bei den vergangenen Landtagswahlen in Brandenburg hatten stets die Regierungschefs, Stolpe, Platzeck oder 2014 Woidke, dafür zu sorgen, dass sie mit ihrer Beliebtheit so viele Stimmen einfuhren, dass möglichst viele Plätze auf der Landesliste zum Zuge kamen. Damals lag aber auch der Bundestrend nicht derart im Keller. Wenn die Bundespartei sich nicht berappelt, sind 30 Prozent und mehr wohl nicht zu schaffen.

Also setzt den die brandenburgischen Sozialdemokraten auf die Direktwahlkreise und hoffen, dass ihre Kandidaten dort, wenn mehrere Parteien gleich auf liegen, an der einen oder anderen Stelle die Nase vorn haben. Sollte es auf diese Weise gelingen, stärkste Kraft im nächsten Landtag zu werden, verschieben sich auch die Kräfteverhältnisse. Der Landesvorsitzende ist dann nicht mehr unangefochten, vor allem nicht, wenn er sein Direktmandat in Forst nicht gewinnt.

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Norbert Wesenberg 04.12.2018 - 11:48:17

Bleibt zu hoffen,...

...das die Rechnung auch der Brandenburger SPD diesmal nicht aufgeht. Zuviel Mist gebaut im Land und im Bund. Der Verwesungsgeruch der SPD reicht auch nach Brandenburg. Wer nun aber glaubt die anderen Parteien machen es besser, der ist auf dem Holzweg.

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