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Schnelleres Internet für 1760 Haushalte mit 13 Kilometer Kabel bis Ende Dezember

Fortschritt
Glasfaser für Wriezen

Breitbandausbau: Christian Stern, Regionalmanager der Telekom, und Karsten Ilm, Bürgermeister von Wriezen, am neuen Kabelverzweiger Ecke Am Damm/Beauregard, bei Altwriezen.
Breitbandausbau: Christian Stern, Regionalmanager der Telekom, und Karsten Ilm, Bürgermeister von Wriezen, am neuen Kabelverzweiger Ecke Am Damm/Beauregard, bei Altwriezen. © Foto: Jan-Henrik Hnida
Jan-Henrik Hnida / 20.11.2018, 06:30 Uhr
Wriezen (MOZ) Beim Glasfaser-Ausbau für Altwriezen und Beauregard tut sich etwas. Davon überzeugte sich Karsten Ilm (CDU), Bürgermeister von Wriezen, am Montag bei einem Baustellenbesuch mit Telekom-Regionalmanager Christian Stern. Ab Dezember können 1760 Haushalte schneller surfen.

Bisher krochen die Datenströme in Altwriezen eher durch die Internetleitungen. Im ländlichen Raum gilt die Gegend als unterversorgt. Das soll sich bald ändern, dank dem Glasfaser-Ausbau der Telekom in Wriezen. „Wir sind voll im Plan“, sagt Christian Stern, Regionalmanager der Deutschen Telekom. Davon wollte sich Karsten Ilm, Bürgermeister von Wriezen, überzeugen. „Nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt, ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen“, meint er, am Kabelverzweiger Ecke Am Damm/Beauregard.

Die Telekom setzt auf „Vectoring“, bei dem aus den alten Telefonkabeln bis zu 250 Megabit pro Sekunde (MBit/s) rausgequetscht werden können.  In ganz Wriezen verlegt die Telekom rund 13 Kilometer Glasfaser und stellt elf moderne Verteiler auf. Davon sollen zukünftig 1760 Haushalte profitieren. Ab Dezember können die schnellen Anschlüsse mit bis zu 250 MBit/s vertraglich gebucht werden.

Zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler am Straßenrand verlegt die Telekom die Hochleistungskabel. Das erhöhe das Tempo der Datenübertragung deutlich. Dabei werden die grauen Kästen als „Mini-Vermittlungsstellen“ umfunktioniert; das Lichtsignal wird in ein elektrisches Signal umgewandelt. Von dort geht es über das bestehende Netz zum Anschluss des jeweiligen Nutzers – allerdings noch mit Kupferkabeln. „Da wären wir in einem Jahr nicht fertig geworden“, antwortet der Telekom-Mitarbeiter auf die Frage von Ortsvorsteher Peter Sperr, warum die Glasfaserkabel nicht bis nach Hause verlegt wurden.

Bei der Übertragung werde eine spezielle Technik eingesetzt, die elektromagnetische Störungen beseitige. Dadurch werden höhere Bandbreiten, also eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit der Signale, erreicht. Einen Kilometer Glasfaser zu verlegen, kostet zirka 80 000 Euro.

„Was ist denn mit den Häusern, die weiter vom Verteiler wegliegen?“, will Ortsvorsteher Sperr wissen. Sowohl Altwriezen als auch Beauregard profitieren vom Ausbau, erklärt Stern. In einem Umkreis von drei Kilometern ergebe dies eine Geschwindigkeit von 50 MBit/s und bei einem Kilometer von 250 MBit/s. Es komme natürlich auf die individuelle Nutzung der Kunden an. Will man nur etwas am PC im Netz googeln – oder wohnt man in einem „Smart-Home“, also einem Haushalt, wo sämtliche elektrische Geräte übers Internet bedient werden.

„Kann ich bei Ihnen die schnelle Leistung buchen?“, fragt ein Altwriezener, der mit seinem Hund zufällig vorbeikommt. Nicht bei ihm, sondern bei den Kollegen in Wriezen, könne er sich zu schnellerem Internet beraten lassen, so Stern. Bei den Bürgerberatungstagen von Dienstag bis Donnerstag steht außerdem ein Telekom-Mobil auf dem Schützenplatz. Von jeweils 9 bis 18 Uhr können sich Bürger über die neuste Technik, Service und Tarife beraten lassen.

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