Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fußball
Erfolgreiches Geduldsspiel

Im Zweikampf: Preussens Doppel-Torschütze Arafa El-Moghrabi (links) mit  dem späteren Rotsünder, Artur Nuss.
Im Zweikampf: Preussens Doppel-Torschütze Arafa El-Moghrabi (links) mit  dem späteren Rotsünder, Artur Nuss. © Foto: Ulrich Gelmroth
Ulrich Gelmroth / 26.11.2018, 02:30 Uhr
Eberswalde Preussen Eberswalde gelingt im Westendstadion  der nächste Befreiungsschlag. Durch einen beherzten Auftritt in der zweiten Halbzeit entschieden die Westender in der Fußball-Brandenburgliga das Sechs-Punkte-Spiel gegen den Tabellenvorletzten SV Falkensee/Finkenkrug noch mit 3:1 Toren für sich.

Für beide Teams war es eine ganz wichtige Begegnung um drei Zählen für den Klassenerhalt, die am Ende die Elf von Preussen-Trainer Obrad Marjanovic verdient für sich entscheiden konnte. Der SV ist nach der Niederlage mit sieben Zählern nun Schlusslicht, während Preussen als Elfter mit 14 Punkten das untere Tabellen-Mittelfeld wieder in Reichweite hat.

Am Samstag geht es für das Marjanovic-Team zum spielstarken Oranienburger FC Eintracht, wieder eine Mammut-Aufgabe für die Eberswalder. Daher war gegen die Falkenseer ein voller Erfolg eingeplant. Doch eine Stunde lang sah alles nicht so klar aus, wie es in der Schlussminute sich zeigte, als den Gästen nur noch der Ehrentreffer zum 3:1 gelang. Gut 60 Minuten sei es „ein Spiel auf Messers Schneide mit dem Charakter eines typischen Null-zu-Null-Spiels“ gewesen, wie es FF-Trainer André Bittner formulierte. Dann habe die Rote Karte alles verändert, so der Gästetrainer. Trainer Marjanovic sprach gleichfalls von einem „Geduldsspiel“, das man erwartet habe. Wichtig sei es gewesen, unbedingt ein „zu Null“ zu halten. Dies gelang dann auch fast problemlos. Zumal Lennard Peter die zwei, drei Topchancen der Gäste bravourös entschärfte. Das Hauptaugenmerk bei Preussen lag sowieso bei ihren beiden schnellen Stürmern, Chinonso Okoro und Arafa El-Moghrabi.

Mit hohem Tempo wollte man die Gäste beeindrucken, was zum Schluss auch gut gelang. Es begann gleich mit einer Topchance für die Preussen. Stürmer El-Moghrabi, nach Vorlage von Sturmpartner Okoro, scheiterte jedoch an Gäste-Keeper Pascal Stahl (2.). Wenig später erging es Okoro nach El-Moghrabi-Zuspiel (14.) ebenso. Dann musste Peter im Preussen-Tor erstmals gegen FF-Kapitän Christopher Schulze sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand (17.) zu verhindern. Die erste echte Gästechance. Da Preussens Torwart einen raffinierten Freistoß von Fabian Kracht aus dem Eck (30.) spitzelte und El-Moghrabi erneut am Gäste-Keeper scheiterte, blieb es vorerst torlos. Auch die folgenden guter Gelegenheiten bis zur Pause wurden nicht genutzt. FF-Stürmer Patrick Lenz jagte aus Nahdistanz den Ball übers Gebälk (42.). Auf der Gegenseite spielte Okoro zwar drei Gegner aus, wurde von Verteidiger Elias Eckert im letzten Moment (44.) geblockt. Den Nachschuss von El-Moghrabi entschärfte erneut Torwart Stahl.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Riesenchance der Gäste. Stürmer Schulze scheiterte dabei im Eins-gegen-eins am blendend aufgelegten Peter im Preussen-Gehäuse (46.) und verzog zwei Minuten später nur knapp. Dann waren die Eberswalder wieder am Drücker, bauten auf die Schnelligkeit von Stürmer Okoro (50./52.). Es folgte der Spielzug, der dem umkämpften Spiel die Wende geben sollte. Okoro sprintete allein aufs Gästetor zu. Innenverteidiger Artur Nuss läuft Preussens Stürmer am Sechzehner in die Hacken. Foulspiel, Notbremse, Rot für den Verteidiger (60.). Zwar monierte Gästetrainer Bittner die Entscheidung als „zu hart“, doch der Schiedsrichter aus Neustrelitz blieb seiner Linie treu. Rot und Freistoß, der nichts einbrachte.

Dafür schlug es nur zwei Minuten später im Gäste-Tor ein. Hakan Demirel mit einem Pass von der Grundlinie auf  Okoro am Elfmeterpunkt. Dessen Schuss wehrte der Torwart super ab, doch gegen den Nachschuss von El-Moghrabi war er machtlos – 1:0 (62.). Falkensee drängte trotz Unterzahl auf den Ausgleich. Den nächsten Treffer erzielte El-Moghrabi, als er einen Pass von Steven Zimmermann verwertete (73./2:0). Eine klasse Kombination der beiden Stürmer brachte kurz darauf Okoro in Schussposition und es stand 3:0 (75.). Das Spiel war entschieden. Zumal es nun ein Spiel auf das Gästetor wurde. Als alle schon mit dem Schlusspfiff rechneten, doch noch der Ehrentreffer für den neuen Tabellenletzten. Einen 25-Meter-Freistoß kann Torwart Peter zwar entschärfen, gegen den folgenden Kopfball von Manuel Drescher war er machtlos. Kein Problem für die überglücklichen Preussen, denn kurz darauf war Schluss und drei wichtige Zähler gebucht.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG