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Adventszeit
Weihnachtsbäume sorgen für Stau

Manja Wilde / 28.11.2018, 20:50 Uhr - Aktualisiert 28.11.2018, 22:39
Fürstenwalde (MOZ) Erst sorgten sie für Stau, dann für Staunen: Vier Weihnachtsbäume zieren jetzt zentrale Plätze in Fürstenwalde. Am Mittwoch bahnten sich Schwerlasttransporte aus Hangelsberg und Mönchwinkel den Weg in die Stadt. Die Tannen dürfen trotz vorläufiger Haushaltsführung strahlen.

„Der sieht wunderbar aus, gerade gewachsen und mit schönen Zweigen“, sagt Sabine Damm. „Jetzt muss man ihn nur noch ein bisschen schmücken“, ergänzt ihr Mutter, Brigitte Lindenthal. Die Fürstenwalderinnen gehören zu den ersten, die die stattliche Küstentanne sehen, die am Mittwoch auf dem Fürstenwalder Marktplatz landete. „Wir haben sie sogar schon auf dem Lkw liegen sehen“, sagt Sabine Damm.

Der Baum stammt aus Hangelsberg. Martina Gebauer hat ihn der Stadt als Weihnachtsbaum überlassen. „Er wird ja immer größer und müsste sowieso irgendwann weg“, sagt die 61-Jährige.

Am Mittwoch parkt Kurt Witteck seinen Holztransporter vor ihrem Haus. Gurte sichern den Baum an dessen Ausleger. Gegen 8 Uhr setzt Daniel Kubelt die Säge an, wenig später sinkt die Tanne auf die Ladefläche. „Die ist bestimmt fünf Meter breit und steht mehr als fünf Meter nach oben“, schätzt Kurt Witteck. Im Schritttempo setzt sich die Fuhre in Bewegung. Polizeiautos mit Blaulicht begleiten sie.

Kurz nach 9 Uhr biegt der Tross auf die Hangelsberger Chaussee ein. Die Tanne füllt die Fahrbahn nahezu aus. Autos stauen sich, aber auch die ungeduldigsten Fahrer haben Pech: Alles Ausscheren nützt nichts, wer hinter dem Baum fährt, muss ihm bis Fürstenwalde folgen, darauf achten Polizeihauptmeisterin Anja Kaske und ihre Kollegen. 

Vier große Weihnachtsbäume schmücken Fürstenwalde. Am Mittwochvormittag traf die große Küstentanne für den Marktplatz ein.
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Weihnachtsbaum wird aufgestellt

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„41 Minuten haben wir gebraucht“, stellt Kurt Witteck fest, als sein Transporter auf dem Marktplatz steht. Der Kranarm zieht den Baum nach oben. Sägespäne fliegen. Daniel Kubelt schneidet Scheiben vom Stamm – schließlich muss der in die im Boden eingelassene Hülse passen. „Die haben wir vor Jahren extra für den Weihnachtsbaum fertigen lassen“, sagt Torsten Keitzl von der Fachgruppe Kultur und Sport aus dem Fürstenwalder Rathaus.

Aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung, in der sich die Stadt befindet, war bis zuletzt unklar, ob die freiwilligen Ausgaben für die Bäume und ihre Beleuchtung möglich sind. Nun springt der Stadtforst Fürstenwalde, ihr Eigenbetrieb, ein. „Wir haben die Aufträge ausgelöst“, bestätigt Revierleiter Martin Müller, der für die Auswahl der Weihnachtsbäume zuständig ist.

Heißer Kaffee dampft in Pappbechern, Stollen-Konfekt leuchtet in kleinen Papiertüten – Martin Müller balanciert ein Tablett mit den Weihnachtlichen Köstlichkeiten über den Markt. „Für mich ist jetzt die Weihnachtszeit eingeläutet“, sagt der Förster. Für die will sich auch Nele Berkop rüsten. „Das ist für meinen Balkon“, ruft die Fürstenwalderin, während sie sich einige der herabgefallenen Tannenzweige auf die Arme lädt. Matthias Gebauer von der Elektrofirma Bredow steht auch schon bereit. 300 Meter Lichterketten und Schneeflocken hat er im Gepäck, um die Tanne zu schmücken.

Daniel Kubelt setzt noch einmal die Säge an – wieder in der Gemeinde Grünheide, in Neu Mönchwinkel diesmal. Eine Vertreterin des Ordnungsamtes findet es allerdings zunächst alles andere als schön, dass die Tanne ihren Standort verlässt. Die Grünheider Baumschutzsatzung gilt auch für Nadelbäume. Später ist die Weihnachtsstimmung wieder ungetrübt: „Es war ein Missverständnis“, sagt Grünheides Ordnungsamtsleiter Nico Bauermeister.

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