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Adventsvorbereitung
Grüne Riesen mit Nadelkleid

Am „Aktivist“: Ein Mitarbeiter der EWG schmückt den Baum. Ein Kollege der Stadtwirtschaft steuert den Lift-Korb.
Am „Aktivist“: Ein Mitarbeiter der EWG schmückt den Baum. Ein Kollege der Stadtwirtschaft steuert den Lift-Korb. © Foto: Gerrit Freitag
Frank Groneberg / 29.11.2018, 06:00 Uhr - Aktualisiert 29.11.2018, 09:48
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft GmbH haben seit Wochenbeginn im Stadtgebiet sieben große Weihnachstbäume aufgestellt. Den letzten platzierten sie am Mittwoch vor dem Rathaus. Alle sieben Nadelbäume stammen von privaten Grundstücken.

Die Zeit der grünen Weihnachtsriesen ist in Eisenhüttenstadt vorbei. Etwa 12 Meter misst die Kolorado-Tanne, die am Montag in der Lindenallee aufgestellt worden ist, in der Höhe. Vor sechs Jahren war der Weihnachtsbaum dort 14,44 Meter hoch.

Weihnachtsbaumaufstellung in der Lindenallee in Eisenhüttenstadt. Mitarbeiter der Stadtwirtschaft beim Ausrichten einer Kolorado-Tanne (Grautanne) aus Ziltendorf - die Länge des Nadelbaums beträgt etwa zwölf Meter.
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Weihnachtsbaum gestellt

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Und ein Jahr später war eine genau 16,96 Meter hohe Douglasie der Hingucker. Wobei es auch bei Weihnachtsbäumen keinesfalls nur auf die Länge ankommt. Die Bäume sollten vor allem gerade gewachsen sein und ein volles Nadelkleid haben. Und in dieser Hinsicht ist die Kolorado-Tanne in der Lindenallee ein wahres Prachtexemplar.

Dennoch: „Die Riesenbäume gibt es nicht mehr“, bestätigt Gerd Lehmann, Bereichsleiter maschinelle Grünanlagepflege bei der Stadtwirtschaft Eisenhüttenstadt GmbH. „Die Bäume sind mittlerweile alle ein bisschen kleiner, weil die Leute sie wegen der Sturmgefahr lieber etwas früher wegnehmen lassen.“ Mit „die Leute“ meint er jene Menschen in unserer Region, welche ihre zu groß gewordenen Nadelbäume für eine Nutzung als Weihnachtsbäume im öffentlichen Raum zur Verfügung stellen.

Davon profitieren stets beide Seiten. Die Stadt oder die Unternehmen sparen das Geld für den Kauf der Bäume und müssen nur die Kosten für den Transport, das Aufstellen und den späteren Abbau tragen. Und die Grundstückseigentümer, die ihre Bäume loswerden wollen, sparen die Kosten für deren Fällung und Entsorgung.

Prächtige Nadelbäume wachsen allerdings nicht so schnell nach, dass die Stadtwirtschaft jedes Jahr unter unzähligen Angeboten auswählen kann. Ganz im Gegenteil. Sieben große Bäume werden jedes Jahr gebraucht. Fünf lässt die Stadt aufstellen, und zwar in der Lindenallee, am Rathaus, an der Fröbelring-Passage und in den Ortsteilen Fürstenberg und Schönfließ. Dazu kommen die Aufträge von der EWG für den Baum am „Aktivist“ und vom City-Center.

Und sieben geeignete Bäume müssen erstmal gefunden werden. „Inzwischen suchen wir das ganze Jahr über nach den Bäumen“, erzählt Gerd Lehmann. „Wenn wir in der Region unterwegs sind und einen schönen großen Baum sehen, sprechen wir die Leute an und bitten sie, sich bei uns zu melden, wenn die Zeit ran ist.“

So ein „gefundener“ Baum steht seit Montag vor dem „Aktivist“. Gerd Lehmann hatte ihn in diesem Jahr in Ziltendorf entdeckt und die Eigentümer angesprochen. „Die Leute wollten den tatsächlich loswerden, waren deshalb schon mit dem EKO im Gespräch“, berichtet er. „Sie haben sich dann für uns entschieden, das EKO hatte mehrere Angebote.“ Auch die Kolorado-Tanne in der Lindenallee stammt aus Ziltendorf. Deren Eigentümer hatten sich 2017 relativ spät im Herbst gemeldet – da wurde ihr Baum gleich für dieses Jahr vorgemerkt.

Noch bis Freitag sind die Mitarbeiter mit dem Schmücken beschäftigt. Die fünf städtischen Bäume schmücken sie selbst, den am „Aktivist“ und am City-Center verschönern die dortigen Auftraggeber allein. Am Sonnabend um 16 Uhr wird in der Lindenallee die Festbeleuchtung eingeschaltet. Dann erstrahlt auch die Kolorado-Tanne erstmals.

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