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Probefahrt
Autotest Alfa Romeo Stelvio

SUV der italienischen Art: Alfa Romeo Stelvio
SUV der italienischen Art: Alfa Romeo Stelvio © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 30.11.2018, 15:45 Uhr - Aktualisiert 30.11.2018, 23:02
Berlin (MOZ) Viel zu lange lag die einst legendäre, im Jahr 1910 gegründete Marke Alfa Romeo im Dornröschenschlaf, vernachlässigt von der Mutter Fiat. Das ist vorbei. Und so bekam Alfa Romeo zum allerersten Mal auch ein SUV namens Stelvio spendiert. In Deutschland allerdings hat die Wiederbelebung in diesem Jahr bisher zu einem Minus von 5,4 Prozent geführt, während der Gesamtmarkt um 1,4 Prozent wuchs. Denn der Stelvio verkauft sich zwar prächtig, aber Giulietta und Giulia fuhren deutlich im Minus.

Motor

Drei Benziner und drei Diesel stehen zur Wahl, wobei die Vierzylinder ihre Kraft beim Benziner aus zwei Litern und beim Diesel aus 2,2 Litern Hubraum schöpfen. Nur die Spitzenmotorisierung kommt auf sechs Zylinder – und 2,9 Liter Hubraum. Die Leistungspalette reicht von 150 PS bis 510 PS. Schon das von uns gefahrene mittlere Benzin-Triebwerk mobilisiert nicht nur 280 PS, sondern auch 400 Newtonmeter maximales Drehmoment. Damit geht es in 5,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Dabei hilft die in allen Stelvio serienmäßige Acht-Gang-Automatik, die sehr gut passt (nur die Schaltpaddel für manuelle Eingriffe sind arg nah an die Bedienung von Licht und Scheibenwischer geraten).

Karosserie/Ausstattung

Der erste deutliche Schritt in die neue Zeit war 2016 die Limousine Giulia, die für hohe prozentuale Zuwächse im Neuwagenverkauf sorgte. Nun gibt es auch noch den Stelvio, der seinen Namen vom höchsten asphaltierten Pass in den italienischen Alpen hat. Und dieser Wagen ist ein SUV, also ein Sport Utility Vehicle (in etwa: sportliches Nutzfahrzeug) - zum allerersten Mal. Denn der Boom solch höhergelegter Gefährte ist längst noch nicht vorbei. So hat Alfa auf der technischen Grundlage der Giulia ein SUV geformt. Und das kann sich wirklich sehen lassen. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, dass nun auch ein Alfa Romeo in einer hochbeinigen Variante vor einem steht, kann man die Linienführung nur attraktiv finden. Auch innen geht es aufgeräumt, hochwertig, wohlgeformt zu. Wer zum ersten Mal einsteigt, wird allerdings den Start-Knopf suchen - der ist im Lenkrad gelandet. Sonst aber bereitet die Bedienung keine Probleme. Wie sich das für ein SUV gehört, haben die Insassen in dem 4,69 Meter langen Wagen ordentlich Raum. Auch das Gepäckabteil von 525 Litern kann sich sehen lassen. Ab Werk gibt es sechs Airbags, Bremsassistent, Audiosystem, Klimaautomatik, Regen- und Lichtsensor, Fensterheber rundum, beheizbare Außenspiegel fernbedienbare Zentralverriegelung.  

Im MOZ-Autotest - der Alfa Stelvio
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Fahrverhalten

Was am Alfa, der es dank Leichtbau auf vergleichsweise leichte 1,6 Tonnen Gewicht bringt, ebenfalls sehr gefällt, ist das Fahrwerk, das sich wirklich sportlich anfühlt, obwohl der Stelvio höhergelegt ist. Dazu kommen die direkte Lenkung und die bissigen Bremsen. Das ist alles wirklich überzeugend aufeinander abgestimmt. Ja, auch als SUV ist ein Alfa sportiv.

Wirtschaftlichkeit

SUV kostet: Den Einstieg in einen Stelvio gibt es laut Liste mit dem 160-PS-Diesel ab 44.000 Euro. Der stärkste Motor dagegen startet bei 89.000 Euro. Mit dem von uns gefahrenen 280-PS-Benziner landet man bei mindestens 51.300 Euro. Der Wagen verbraucht nach Norm acht Liter Super (186 g/km CO2), wir benötigten einen halben Liter mehr.

Fazit

Selbst sportliche Marken kommen um SUV-Angebote nicht mehr herum. Alfa Romeo zeigt, dass das durchaus eine gute Idee sein kann. Der Stelvio ist ein attraktives Angebot für Individualisten, für die sportiv und italienisch zusammengehören und die trotzdem die Vorzüge eines SUV genießen wollen. Hajo Zenker

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