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Großeinsatz
Bernauer Polizei löst Techno-Party mit 1000 Jugendlichen auf

Das Gelände an der Schwanebecker Chaussee ist sonst verwaist.
Das Gelände an der Schwanebecker Chaussee ist sonst verwaist. © Foto: MOZ
Hans Still / 02.12.2018, 11:45 Uhr - Aktualisiert 02.12.2018, 12:20
Bernau (MOZ) Sie kamen um zu feiern und versetzten die Polizei mächtig ins Staunen: Rund 1000 Jugendliche trafen sich in der Nacht zum Sonntag auf einer verwaisten Russenimmobilie an der Schwanebecker Chaussee in Bernau, um bei einer krachende Techno-Party durchzutanzen. Der Haken an der Sache: Die Veranstaltung war nicht genehmigt, der Eigentümer wussten nichts davon und das Gebiet gilt als baufällig, also auch als gefährlich.

„Uns hat ein Bürger informiert, wir waren selbst völlig überrascht“, reagierte am Sonntag der Bernauer Polizei-Dienstgruppenführer Steffen Dominick auf das Ereignis. Wie das vornehmlich jugendliche Publikum aus mehreren Bundesländern sich verabredet hatte, blieb der Polizei komplett verborgen. „Wir konnten es nicht ermitteln“, gestand Dominick ein. Um die Situation in den Griff zu bekommen, forderte die Bernauer Polizei Hilfe an. Beamten der Polizeidirektion Ost, Kräfte der Bundespolizei und sogar Polizeihubschrauber wurden eingesetzt.

Wie Dominick ebenfalls sagte, blieb die Lage jederzeit entspannt und friedlich. Es gebe auch keinen politischen Hintergrund. „Sie trafen sich wirklich zur Musik“, so der Polizist wörtlich. Zum Hintergrund: Auf dem Gelände des ehemaligen Heeresbekleidungshauptamtes an der Schwanebecker Chaussee in Bernau sollen in den kommenden Jahren rund 1500 Wohnungen entstehen.

Später, quasi im frühmorgendlichen Abreiseverkehr über den S-Bahnhof Friedenstal, konnte ein 17- Jähriger aus Berlin auf frischer Tat bei einer Graffiti-Schmierei am Bahnhofsgebäude festgestellt werden.

Nachdem die Polizei dessen Daten aufgenommen hatte, wurde der Jugendliche seinen Eltern übergeben. 

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