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Märchenhaftes Singen mit Antonia Welke / Martinsmarkt an den Uckermärkischen Bühnen

Brauchtum
Zauberhafter Adventsauftakt

Dietmar Rietz / 03.12.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 03.12.2018, 09:01
Schwedt (MOZ) Der Adventsauftakt in Schwedt war eine runde Sache. Tagsüber strömten viele Uckermärker in Schwedt am Sonnabend zum Martinsmarkt, zum Genossenschaftstag „Winterzauber“ oder zum Eine-Welt-Markt, Abends dann zum Adventssingen.

Das fünfte gemeinsame Weihnachtssingen am Abend auf dem Vierradener Platz versetzte hunderte von Schwedtern und Besucher, junge und alte, von auswärts in Advents- und Weihnachtsstimmung. Frau Holle, Schneeweißchen und Rosenrot, selbst der Wobag-Storch, kurz mal aus dem Süden zurückgekehrt, begrüßten mit  Wobag-Chef Matthias Stammert und Ireen Kautz von der AG City die erwartungsfrohen Adventssinger. Schauspielerin Antonia Welke sang danach neben der wundervoll angeleuchteten Katharinenkirche modern-junge und klassische Winter- und Weihnachtslieder von „In der Weihnachtsbäckerei“ und „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ über „O Tannenbaum“ und „Leise rieselt der Schnee“  bis zu „Kling Glöckchen klingeling“ und „Stille Nacht“. Letzteres Lied wurde vor 200 Jahren in der St. Nikolaus Kirche in Oberndorf bei Salzburg erstmals gesungen.

Die Qual der Wahl hatten Schwedter am ersten Adventswochenende. Die Frage war:  Martinsmarkt an den Uckermärkischen Bühnen, Eine-Welt-Adventsmarkt in der Katharinenkirche oder Wobag.-Genossenschaftstag "Winterzauber im MehrGenerationenHaus? Am Abend ging es zum gemeinsamen Adventssingen mit Schauspielerin Antonia Welke in die Innenstadt.
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Schwedt: Zauberhafter Start in den Advent

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„Das war einfach wunderbar“, befand die 75-jährige Edeltraud Schulz. „Das war wie zu Hause am Heiligabend, als wir noch mit der ganzen Familie Weihnachtslieder gesungen haben“, freute sich Iris Lau.

Wer ausgefallene Weihnachtsgeschenke aus der Region für seine Lieben finden wollte, war am Sonnabend auf dem Martinsmarkt an den Uckermärkischen Bühnen richtig. Gut zwei Dutzend Weihnachtsbäume und viele Weihnachtskränze und Sterne leuchteten auf beiden Etagen des Veranstaltungshauses. Kinder ließen sich auf einem roten Thronsessel mit Weihnachtsmann und -engel fotografieren. Im großen Adventscafé setzten sich viele Besucher an die Kaffeetafel oder nahmen sich bei Daniel Kunow den Schwedter Schäpe-Stollen.

Am ersten Adventwochenende fand in Angermünde die Seniorenweihnachtsfeier in der Mehrzweckhalle und in Casekow der Weihnachtsmarkt auf dem Hof der Familie Kuchenbecker statt.
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Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmärkte in der Uckermark

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Veranstaltungsmanagerin Christina Kant hatte diesmal rekordverdächtige mehr als 50 Aussteller überredet, zum Martinsmarkt zu kommen. Ihre Stände waren über zwei Etagen verteilt. Es gab alles fürs Fest aus der Region:  von Erlebnisreisen und Busfahrplan 2019 bei der UVG über Filzartikel, Gehäkeltes, Süßigkeiten, Apfellebkuchen der Apfelgräfin Daisy von Arnim, Straußensalami aus Berkenlatten und Kerzen für die Festtafel bis zu wunderschöne Adventskränze aus Gartz und gehäkelte Puppen und festliche Keramik aus Schwedt.

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Adventssingen 2018 in Schwedt

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Die Händler begrüßten viele Stammgäste, aber auch neue Kunden mit einer riesigen Auswahl an Produkten. Originelle Weihnachtskinderbücher und Adventskalender ohne Schokolade, dafür mit Weihnachtsliedern, die beim Öffnen erklingen, stellte Jutta Berger von der Verlagsbuchhandlung Ehm Welk vor. Wilfried Hinz verkaufte Schwibbögen aus Gartz, die sein Bruder Hartmut herstellt. Der hatte eines Tages als Arbeitsloser sein Hobby zum Beruf gemacht. Klingt wie ein Weihnachtswunder. Tatjana Bril braucht etwa acht bis zehn Stunden, um eine ihrer ausgefallenen Häkelpuppen herzustellen, für die sich viele Martinsmarktbesucher interessierten. Beate Seelmann modelliert und brennt ihre Keramiken exklusiv für den Martinsmarkt. Die Weihnachtsbaumleuchten, Märchentürme, Drachen und Schneemänner fertigt die Zahnarzthelferin nach Feierabend in ihrem Hobbyraum an. Am Stand der AG City gab es die erste Schokolade mit Schwedtmotiven vom Wasserturm bis zur alten Schlossansicht. Silke Wienhold aus der Chocolaterie in Hammelspring verriet das Geheimnis guter Schokolade: „Man nehme guten Kakao und beachte das Reinheitsgebot. In gute Schokolade gehört nur Kakaobutter.“Mehr als 1000 Besucher, so die Schätzung, vergnügten sich auf dem diesjährigen Martinsmarkt. Darunter viele, die zum ersten Mal kamen. Wie Familie Eisenblätter: „Wir wussten gar nicht, das hier so viel los ist!“ Andere sind Stammgäste, wie Susann Gurgel, die mit Kindern und Freundinnen dabei war. Tochter Greta ließ sich noch schnell vor dem Abmarsch des Lampionumzugs zum gemeinsamen Singen mit Weihnachtsmann (Norbert Eliewsky aus Tantow) und Weihnachtsengel (Loren Klocke aus Angermünde) fotografieren. Ihm verriet sie ihren größten Weihnachtswunsch: ein Puppenmobil.

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