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Eberswalder Weihnachtsmarkt lockt am ersten Adentswochenende zahlreiche Gäste an – ein Besuch mit Organisator Udo Muszynski

Weihnachtsmarkt
Anziehende Besinnlichkeit

Es weihnachtet in Eberswalde: Alle strömen auf den festlich geschmückten Markt. In der Mitte leuchtet ein Weihnachtsstern an der vielen schon bekannten Pyramide, unter der Kinder im Stroh toben. Lichterketten gehen von der Spitze des Bauwerks ab. Im Hintergrund wird das Rathaus der Stadt angestrahlt. Rechts ist das Theaterzelt zu sehen, in dem täglich Märchen aufgeführt werden.
Es weihnachtet in Eberswalde: Alle strömen auf den festlich geschmückten Markt. In der Mitte leuchtet ein Weihnachtsstern an der vielen schon bekannten Pyramide, unter der Kinder im Stroh toben. Lichterketten gehen von der Spitze des Bauwerks ab. Im Hintergrund wird das Rathaus der Stadt angestrahlt. Rechts ist das Theaterzelt zu sehen, in dem täglich Märchen aufgeführt werden. © Foto: Ulrich Wessollek
Marco Marschall / 03.12.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 03.12.2018, 07:44
Eberswalde (MOZ) Nach einer verregneten, aber trotzdem gut besuchten Eröffnung am Freitagabend hat der Weihnachtsmarkt in Eberswalde sein erstes Wochenende hinter sich. Zahlreiche Menschen tummelten sich zwischen Karussell und Theaterzelt.

Der Eberswalder Weihnachtsmarkt ist am Freitag eröffnet worden.  Mehr als 500 große und kleine Eberswalder begleiteten die Schneekönigin auf ihrem Spaziergang von der Eisenbahnstraße zum Markt. Auch vier Engel waren diesmal  erstmals dabei.
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Der Weihnachtsmarkt ist eröffnet !

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Udo Muszynski steht am Eingang des Weihnachtsmarktes und verspeist ein Portion Pommes. Es ist Sonnabendnachmittag, ein guter Zeitpunkt für einen Besuch. Es regnet nicht. Zwischen den etwa 30 Ständen ist schon gut Betrieb. Wer den Budenzauber in den vergangenen Jahren erlebt hat, findet auch diesmal wieder alles an seinem gewohnten Platz. Das Gucklochkino, das handbetriebene Karussell, die Strohfläche zum Toben unter der Pyramide, Knödelmacher, Whiskey und vieles mehr. „Es hat sich alles gut eingegrooved“, sagt Organisator Muszynski zufrieden. Veränderungen gebe es nur punktuell. „Das Programm ist jedes Jahr neu“, hebt er hervor.

Zweimal täglich wird am Wochenende in dem roten Zelt auf dem Platz Theater gespielt. Wochentags einmal, immer am Abend. Gezeigt werden dann, typisch weihnachtlich, Märchen – vom „Wolf und den sieben Geißlein“ am vergangenen Sonnabend bis „Sterntaler“ am kommenden Sonntag, wenn der Weihnachtsmarkt zum letzten Mal in diesem Jahr seine Tore öffnet.

Musik gibt es auf der Bühne von Chören und Instrumental-ensembles und am Karussell, zu dessen Drehungen immer jemand ein Live-Ständchen spielt. Die Begleitung wechselt täglich. Mal ist es Irisch Folk, mal Geigenmusik, Jazz oder Weihnachtsdixie. So bleiben nicht nur jene dort stehen, die zur nächsten Runde Platz nehmen wollen, sondern auch begeisterte Zuhörer. „Das finde ich eigentlich schön. Nicht so dieses Zugedröhne“, unterhalten sich zwei Frauen am Sonnabend bei sanften Gitarrenklängen.

So viel Besinnlichkeit gab es in Eberswalde nicht immer. Vor zehn Jahren pumpten auch in der Waldstadt noch die Schlager aus den Boxen an der Bühne. 2010 dann die Zäsur. Der Weihnachtsmarkt erfuhr eine Runderneuerung. Muszynski sollte ihn konzipieren. Der Markt sei nicht leicht zu bespielen, meint er. Wichtig sei es gewesen, einen umfriedeten Platz zu schaffen. Über die Jahre kamen die bunten Zäune hinzu. Lagerfeuer an mehreren Stellen und der Schafstall sollen atmosphärisch verstärkend wirken. „Es sollte ein Familienmarkt sein“, beschreibt Muszynski. Keine Party bis in die Nacht. Bis 20 Uhr hat der Weihnachtsmarkt deshalb nur geöffnet.

Außerdem sollte er viele Möglichkeiten beinhalten, etwas selbst zu machen. Täglich gibt es ein weihnachtliches Backen für Kinder. Am Sonnabend werden im Zelt Weihnachtsgeschenke gebastelt. Statt lauter Kinderunterhaltung werden in einer Jurte winterliche Geschichten vorgelesen.

Das scheint auch in diesem Jahr aufzugehen. Denn gegen 17 Uhr wird es auf dem Markt immer voller. So voll, dass es zwischen Orakel-Zelt und Backstube irgendwann nur langsam von Stand zu Stand geht. Viele Eberswalder, weiß Udo Muszynski, würden gerade zur Weihnachtsmarktzeit Freunde und Verwandte einladen, um mit ihnen den Platz zu besuchen. Auf diese Weise verbreitet sich die Kunde vom besonderen Budenzauber über die Stadtgrenzen hinaus.

Dass er an den ersten Wochenenden im Advent stattfindet, ist terminlich auch deshalb so gesetzt, weil an den anderen weitere Höhepunkte warten. So steht am dritten Adventswochenende die Waldweihnacht im Forstbotanischen Garten an, am vierten Advent das große Weihnachtsliedersingen auf dem Marktplatz.

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