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Grenzbeamte versuchten den Mann noch wiederzubeleben - vergeblich

Auto kollidiert mit Region
Mann tödlich verunglückt - Zug gerät in Brand

Totalschaden: das Unfallfahrzeug und das ausgebrannte Führerhaus.
Totalschaden: das Unfallfahrzeug und das ausgebrannte Führerhaus. © Foto: Feuerwehr Pölitz
Katrin Hartmann / 06.12.2018, 10:24 Uhr - Aktualisiert 06.12.2018, 14:03
Tantow/Kolbitzow (MOZ) Für den Autofahrer kam am Mittwoch jede Hilfe zu spät. Hinter Tantow ist an einem unbeschrankten Bahnübergang in Kolbitzow (Kołbaskowo, Polen) ein Mann zu Tode gekommen.

Drei Kilometer hinter der Grenze kollidierte die Regionalbahn 5808 von Tantow kommend mit einem Pkw. Bislang sei der Tote nicht identifiziert. Sein Fahrzeug brannte vollständig aus. Das Feuer griff auch auf den Triebwagen des Zugs über. Dieser wurde schwer beschädigt. Zugführer, Zugbegleiter und alle Fahrgäste konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Eine deutsch-polnische Grenzeinheit der Bundespolizei, die durch Zufall vor Ort war, versuchte den Mann noch wiederzubeleben - vergebens.

Drei Kilometer hinter der Grenze ist eine Regionalbahn 5808 von Tantow kommend mit einem Pkw kollidiert. Der Fahrer des Pkw starb noch am Unfallort. Bislang sei der Tote nicht identifiziert. Sein Fahrzeug brannte vollständig aus.
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Mann auf Bahnstrecke tödlich verunglückt

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Der Bahnverkehr in Richtung Stettin war nach dem Unfall unterbrochen. Bis zum Nachmittag kam es zu erheblichen Verspätungen.

Wie das Amt Gartz berichtet waren waren neben der Polizei und dem Rettungsdienst sieben Feuerwehren am Unfallort, darunter zwei Freiwillige Feuerwehren aus der Gemeinde Kolbitzow.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang wurden von der Staatsanwaltschaft Stettin-West (Szczecin-Zachod) und der Verkehrsunfallkommission aufgenommen. Laut polnischen Medien wurde der deutsche Zugführer vernommen. Er habe sich ordnungsgemäß verhalten, sodass keine Verdachtsmomente vorliegen, sagte Staatsanwältin Joanna Biranowska-Sochalska. Der Zugführer konnte nach der Vernehmung wieder gehen.

In dem zehn Kilometer langen eingleisigen Abschnitt hinter der Grenze bis zum ersten Bahnhof in Polen gebe es drei unbeschrankte Bahnübergänge, so das Amt Gartz. Immer wieder komme es dort zu Unfällen. Amtsdirektor Frank Gotzmann ist verärgert, dass vor Stettin immer wieder deutsche Zugführer Unfallgefahren und den entsprechenden Folgen ausgesetzt sind. Er kritisiert, dass der Ausbau der Strecke Berlin – Stettin nicht mit der notwendigen Entschlossenheit betrieben werde.

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