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WHG-Aufsichtsrat verabschiedet Wirtschaftsplan 2019 / Projekt „Service-Wohnen“ an der Eberswalder Straße

Beschlossen
Neubau-Pläne für Finow

Die letzte unsanierte Platte der WHG im Leibnizviertel: 2019 laufen die Vorbereitungen für die Modernisierung der Rudolf-Virchow-Straße 17-25.
Die letzte unsanierte Platte der WHG im Leibnizviertel: 2019 laufen die Vorbereitungen für die Modernisierung der Rudolf-Virchow-Straße 17-25. © Foto: Andreas Gora
Viola Petersson / 06.12.2018, 18:12 Uhr
Eberswalde (MOZ) Nach Jahren der Abstinenz gibt es in der städtischen Wohnungsgesellschaft WHG wieder Ideen für einen Neubau. Und zwar in Finow. 2019 will das  Unternehmen das Projekt in Angriff nehmen. Der Aufsichtsrat hat soeben den Wirtschafts- und Investitionsplan verabschiedet.

Rund zwölf Millionen Euro will das kommunale Wohnungsunternehmen im nächsten Jahr für Sanierung, Modernisierung, Instandhaltung und -setzung ausgeben. So sieht es der soeben vom Aufsichtsrat beschlossene Wirtschaftsplan 2019 vor. Davon entfallen laut Prokuristin Doreen Boden sieben Millionen Euro auf Investitionen, also auf neue Projekte. Mit gut fünf Millionen Euro ist die Summe, die die WHG für Instandhaltung/-setzung aufwendet, seit Jahren relativ konstant.

Zu den größten Projekten, die das Unternehmen 2019 in Angriff nimmt, gehört die Sanierung der Rudolf-Virchow-Straße 17-25. Der letzten noch unsanierten Platte im Leibnizviertel.  Ziel des Fünf-Millionen-Projektes sei es, geförderten miet- und belegungsgebundenen sozialen Wohnraum zu schaffen. Für das Vorhaben nimmt die WHG Fördermittel der ILB in Anspruch. Im kommenden Jahr, so Boden, laufen die europaweiten Planungs- und Ausschreibungsverfahren, bevor 2020 die eigentlichen Arbeiten starten und Baufirmen anrücken. Neben einer energetischen Sanierung sind u. a. die Modernisierung aller Bäder sowie der Einbau von Fahrstühlen vorgesehen. „Alle 50 Wohnungen sollen bis 2020 barrierefrei mit Aufzug und neuen Balkonen hergestellt werden“, erklärt die Prokuristin.

Fortgeführt und fertiggestellt werden im nächsten Jahr die Projekte Eisenhammer 2, wo die Appartements zum 31. März übergeben werden sollen, sowie Bebel-Quartier in der Altstadt, das Ende 2019 bezugsbereit sein soll. Im Bereich des sogenannten Basis-Wohnens, also im unteren Mietpreissegment, will die WHG 2019 die Kantstraße 35, mit acht Wohnungen für Familien, herrichten. Avisiert ist eine Netto-Kalt-Miete von 4,90 Euro/qm. Bei „guter und zeitgemäßer Ausstattung“, wie Boden betont. 700 000 Euro hat das Unternehmen für dieses Sanierungsvorhaben veranschlagt.

Damit bleibt die WHG ihrer Strategie treu, Wohnraum in Bahnhofsnähe zu erschließen. Einerseits will das Unternehmen durch Sanierung die Leerstandsquote senken, andererseits will man Berufspendler, vor allem Berliner, als Neu-Bürger und Neu-Mieter gewinnen.  Ein zweiter Schwerpunkt ist der Ausbau altersfreundlicher Angebote. In diesem Sektor ist das größte Vorhaben angesiedelt: ein Neubau an der Eberswalder Straße. Mit Appartements, Tagespflege sowie Senioren-WGs. „Service-Wohnen“ nennt die WHG dieses Segment, wozu beispielsweise schon die Finowkanal-Terrassen gehören. Nach den Michaelisgärten ist dies in der jüngeren Vergangenheit das zweite Neubau-Projekt. 6,4 Millionen Euro sind dafür in den Etat eingestellt. „Der Fischladen ist an diesem Standort schon längst Geschichte. In Kürze wird auch das kleine gedrungene Wohnhaus dem Bagger weichen, um eben Platz für den Neubau zu machen“, so Boden. Eine positive Bauvoranfrage liege vor, ein Architektenwettbewerb sei in Vorbereitung.

Nach zwei Jahren der Stagnation, so hebt Boden gleichzeitig hervor, werde 2019 wieder die Miete steigen. „Leicht, um 1,89 Prozent über den gesamten Bestand.“ Das Gros dieser Erhöhung werde durch Neuvermietungen der fertiggestellten Vorhaben wie Werbelliner Straße 13-21, Pfeilstraße 15 oder Bahnhofstraße 22 generiert sowie durch Modernisierungsumlagen. Mieterhöhungen auf der Basis des Mietspiegels, die zuletzt für hitzige Diskussionen sorgten, werde es ab dem zweiten Halbjahr geben. „Allerdings nur in einem geringen Ausmaß“, versichert die Prokuristin.

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