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Viele Bürger kamen zum Richtfest an der Brandenburgischen Straße in Hoppegartens Ortsteil Hönow

Richtfest
Neuer Schule die Krone aufgesetzt

Richtfest für die neue Brüder-Grimm-Grundschule: Als Polier Thomas Kraft – mit Bürgermeister Karsten Knobbe und Projektleiter Robert Frank auf dem Gerüst neben der Gemeindefahne – den Richtspruch beendet hatte, schwebt die Krone nach oben. Viele Hönower erlebten die Zeremonie mit.
Richtfest für die neue Brüder-Grimm-Grundschule: Als Polier Thomas Kraft – mit Bürgermeister Karsten Knobbe und Projektleiter Robert Frank auf dem Gerüst neben der Gemeindefahne – den Richtspruch beendet hatte, schwebt die Krone nach oben. Viele Hönower erlebten die Zeremonie mit. © Foto: Uwe Spranger
Uwe Spranger / 09.12.2018, 22:07 Uhr - Aktualisiert 10.12.2018, 08:50
Hönow (MOZ) An der Brandenburgischen Straße ist am Sonnabend Richtfest für den Neubau der Brüder-Grimm-Grundschule gefeiert worden. Mehrere hundert Menschen kamen, um einen ersten Blick in die neuen Räume für Kinder des Hoppe-gartener Ortsteils zu werfen.

Richtfest für die Brüder-Grimm-Grundschule in Hönow
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Richtfest Grimm-Schule

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„Dank vieler starker Hände haben wir jetzt ein Wunderwerk“, rezitierte Katharina (12) beim Programm der Theater-AG passend zum Anlass und anschließend stimmten auch manche Besucher beim Lied  „An Tagen wie diesen“ mit ein. Und es gab allenthalben viel Lob für die bislang größte Investition in der Geschichte der Gemeinde Hoppegarten, wie Bürgermeister Karsten Knobbe hervorhob.

Richtfest für die Brüder-Grimm-Grundschule in Hönow
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Er erinnerte noch einmal an wichtige Stationen von den ersten Überlegungen 2014/15 über Ausschreibung 2016, Vergabe im Frühjahr 2017 und Vertragsunterzeichnung mit dem Generalauftragnehmer Implenia im Oktober 2017. Das Unternehmen aus Thüringen hatte mit seinem Y-förmigen Entwurf überzeugt und zudem durch die kompakte Bauform den günstigsten Preis angeboten. Dennoch sind es rund 23 Millionen Euro, die die Gemeinde finanziert. Bezahlt wird allerdings erst, wenn alles fertig ist, wie Ortsvorsteher Christian Klahr anmerkte.

Sicher ein Grund dafür, dass es auf der Baustelle zügig vorangeht. Denn erst am 12. April dieses Jahres hatte es die erste Teilbaugenehmigung gegeben, am 23. Mai war Grundsteinlegung und gut sechs Monate später bereits Richtfest. Mehr als 8000 Kubikmeter Beton und über 900 Tonnen Stahl sind inzwischen verbaut, berichtete Christian Wolf, Chef der Niederlassung Leipzig der Implenia Hochbau GmbH. Im Einsatz seien fast ausschließlich Firmen aus Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen, fügte er hinzu und versprach: „Es wird eine schöne Schule.“

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Neubau der Gebrüder-Grimm-Schule gefeiert

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Gemeindevertreter Thomas Scherler (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Bildung, Kultur und Sport, würdigte, nun entstehe „das, was uns gefehlt hat“. Nachdem man sich vor vier Jahren das Gelände angesehen habe, weil eigentlich die Sanierung der alten Grundschule in der Kaulsdorfer Straße auf der Tagesordnung stand, sei die richtige Entscheidung getroffen worden, besser neu zu bauen und zwar dort, wo eine Schule hin sollte. Zudem entstehe in dem Zuge auch ein Ortsteil-zentrum für Hönow.

Volkmar Seidel (SPD-Fraktion), Chef des zeitweiligen Ausschusses Schulneubau, verwies überdies darauf, dass erstmalig seit gut 20 Jahren wieder eine Sportstätte in der Gemeinde gebaut werde, und kündigte eine „superschicke Zwei-Feld-Halle“ an. Die sei zugleich als Veranstaltungsstätte angelegt, so dass attraktive Angebote möglich seien. Und an der Schule entsteht natürlich auch ein Sportplatz, auf dem auch über das Schulleben hinausgehende Wettkämpfe stattfinden können. „Jetzt brauchen wir nur noch Sportvereine“, blickte Ortsvorsteher Klahr voraus und war optimistisch, dass diese bald da sein werden.

Am Sportplatz wurde übrigens auch an diesem Sonnabend noch gebaut. Denn die Firmen wirbeln montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr und sonnabends bis 14 Uhr. Im Gebäude sind schon die Kunststofffenster drin, und die großen Alu-Glas-Elemente sollen möglichst noch bis Ende des Jahres folgen. Fernwärme ist angeschlossen, der künftige Hortbereich schon angewärmt, so dass der Innenausbau auch im Winter laufen kann. Außen sind schon einige Flächen vorbereitet, und im Frühjahr werde mit der Gestaltung der „großzügigen Anlagen“ richtig begonnen, kündigte Projektleiter Robert Frank bei einer der Führungen an. Die wurden gut angenommen.

Überhaupt wurde positiv bewertet, dass das Richtfest auf einen Sonnabend gelegt wurde. „In der Woche hätte ich nicht kommen können“, bestätigte Sandy Flux, die seit zwei Jahren ganz in der Nähe wohnt. Tochter Penelope (10) war beim Programm dabei, wird aber wohl nur noch ein halbes Jahr in den Genuss der neuen Schule kommen. Denn die Fertigstellung ist für Ende 2019/Anfang 2020 avisiert.

Kommentar: Eine gute Entscheidung

Dass die Hoppegartener das Richtfest für ihre neue Schule in Hönow auf einen Sonnabendvormittag gelegt haben, war eine richtige Entscheidung. Mit ihrem zahlreichen Erscheinen haben die Bürger den Nachweis dafür erbracht. Denn es gab im Vorfeld natürlich Diskussionen. Insbesondere nach der Grundsteinlegung im eher kleinen Kreis.

Aber gerade bei solchen Objekten wie Schulen und Kitas sollten die Einwohner am Wachsen teilhaben können. Es wird ja faktisch ihr Steuergeld eingesetzt.

Und wer sich einbezogen fühlt, sei es mit solchen Feiern oder mit seinen Hinweisen, Ideen und Kritiken, ist wahrscheinlich ein Stück zufriedener und am Ende weniger anfällig für die grassierende Politikverdrossenheit. ⇥ Uwe Spranger

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