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Das Weihnachtsbaumfeld in Danewitz lockt zahlreiche Familien, die ihre Tanne selbst schlagen wollen

Weihnachtsdeko
Die Suche nach dem perfekten Baum

Lukas Grybowski / 11.12.2018, 09:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Auf dem acht Hektar großen Feld von Tannen-Gesche in Danewitz begeben sich zahlreiche Familien auf die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum. Als größte Hürde erweist sich dabei oft, wie man den Baum schlussendlich transportieren soll.

„Der Baum soll genau wie ich sein: lang und schmal“, erklärt Monique Wozny ihrem Mann Mathias und dem fünfjährigen Sohn Lionel lachend. Beim Gang entlang der Seiten des Feldes lässt der gebürtige Tempelfelder seinen Blick über das riesige Areal schweifen. „Ich denke mal, dass die guten Bäume schon alle weg sein werden“, wirkt der 35-jährige zunächst wenig optimistisch.

Es ist das erste Mal, dass die junge Familie ihren Baum selbst schlagen will. Gerade, weil es ein schönes Erlebnis für Sohn Lionel ist. „Einen Baum kaufen kann man überall“, sagt Mathias Wozny. Dabei habe er im Internet gelesen, dass er eine Axt einpacken müsse. Auf dem Parkplatz wurde er jedoch darauf hingewiesen, dass es Sägen vor Ort gibt.

Auf dem acht Hektar großen Feld von Friedrich-Wilhelm Gesche gibt es drei verschiedene Sorten Fichten (blaue, rote und serbische), Tannen (Nordmann und Kolorado) und Kiefern. „Kiefern gibt es dieses Jahr nicht so viele, die haben besonders unter der Trockenheit im Sommer gelitten“, erzählt Gesche. Seit 1994 verkauft der 79-jährige die Weihnachtsbäume.

Bei Familie Wozny kommt zunächst ein Baum in die engere Auswahl, der etwas allein steht. „Der sieht zwar ein bisschen komisch aus, aber den kann man hübsch machen“, findet Monique Wozny. Doch die Suche geht erstmal weiter. Wichtigstes Kriterium: Die Spitze soll schön aussehen. Die 30-Jährige wird sogar schnell fündig. „Ich weiß aber nicht mehr, wo er steht“, sagt sie. „Irgendwie ist Weihnachtsbaum kaufen gar nicht so einfach“, fügt sie hinzu.

Doch so geht es vielen, die auf der Suche nach dem richtigen Baum für ihr Wohnzimmer sind. „Wie findest du den?“ ist wohl die häufigste Frage, die man auf der großen Fläche zu hören bekommt.Kurioses Treiben ist auch auf dem Parkplatz zu beobachten. Wenn der Baum größer als der Stauraum im Auto ist, wird gequetscht, geschoben und immer wieder geprüft, ob alle Türen zu gehen. Zur Not eilen Freunde mit einem größeren Transporter zur Hilfe.

Lionel Wozny hat inzwischen die perfekte Lösung parat, wenn man keinen Baum finden sollte. „Dann bin ich eben der Weihnachtsbaum“, sagt der Fünfjährige. Schlussendlich findet die Familie doch noch einen richtigen Baum, der alle Vorgaben erfüllt. „Den haben wir wirklich gut ausgesucht“, findet Lionel. Auch die Geschenke, die schlussendlich unter dem Baum liegen werden, sind beinahe alle zusammen. Zur perfekten Weihnachtszeit würde lediglich noch etwas Schnee fehlen.

„Für den Verkauf ist es natürlich besser, wenn es nicht schneit“, findet Friedrich-Wilhem Gesche, der im kommenden Jahr von seinem Enkelsohn Daniel abgelöst werden soll. Es gab bereits Jahre, in denen bei den kleinsten Bäumen lediglich noch die Spitze aus der Schneedecke ragte. Auf dem Tannenfeld muss man aber nicht nur selbst zur Säge greifen, sondern es gibt auch bereits geschlagene Bäume.

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