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Im Bernauer Stadtforst konnten am Sonnabend die Bäume fürs Weihnachtsfest selbst geschlagen werden

Stadtwald
Ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie

Erst aussuchen, dann bezahlen: Zwölf Euro kostete der Baum, den sich Familie Hägeholz aus Bernau abgesägt hatte.
Erst aussuchen, dann bezahlen: Zwölf Euro kostete der Baum, den sich Familie Hägeholz aus Bernau abgesägt hatte. © Foto: Wolfgang Rakitin
Kai-Uwe Krakau / 17.12.2018, 06:30 Uhr - Aktualisiert 17.12.2018, 07:54
Bernau (MOZ) Gut jeder zehnte Deutsche will seinen Weihnachtsbaum in diesem Jahr online kaufen. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer jüngst durchgeführten repräsentativen Umfrage. Gegenüber dem Vorjahr habe sich der Anteil der Online-Käufer damit verdoppelt, heißt es. Immer beliebter wird der Umfrage zufolge auch das Selbstschlagen im Wald. Rund 26 Prozent der Bundesbürger haben dies vor, Tendenz steigend. Aber es gibt auch 14 Prozent, die gar keinen Baum am diesjährigen Weihnachtsfest aufstellen möchten.

Am Sonnabend, dem 15.12, von 9 bis 12 Uhr war großes Weihnachtsbaumschlagen im Bernauer Stadtwald. Jeder suchte sich den Baum aus, der ihm am besten gefiel: ob klein oder groß, mit vielen oder wenigen Ästen - das lag im Auge des Betrachters (Ehefrau). Auch für das leibliche Wohl war gesorgt,  Wildbratwurst und Glühwein konnte man am Lagerfeuer nach dem Baumschlagen in Ruhe genießen.
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Der perfekte Weihnachtsbaum soll es sein

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Dass der Trend in Richtung „Raus in die Natur“ geht, war am Sonnabend erneut im Bernauer Stadtwald zu beobachten. Dicht an dicht standen dort die Autos am Wegesrand. Die Nummernschilder verrieten die Herkunft. Natürlich war der Barnim vertreten, aber auch Familien aus Märkisch-Oderland, Oberhavel, der Uckermark und aus Berlin waren gekommen. Ausgerüstet mit Axt oder Säge ging es dann auf die Suche nach dem Prachtexemplar. Im Angebot waren diesmal vor allem Kiefern, aber auch einige Fichten. Die Preise starteten bei fünf Euro.

„Wir kommen bereits seit drei, vier Jahren her“, berichtete Peter Ziemke aus Oranienburg. Für die ganze Familie, dazu gehören auch Mutter Daniela sowie die Kinder Jenny und Jan, sei das immer ein tolles Erlebnis in der Natur. „Das macht doch mehr Spaß, als einen Baum im Gartencenter zu kaufen“, findet Daniela Ziemke. Nach einigen Diskussionen, schließlich muss genau abgewogen werden, ist die Entscheidung gefallen. Bei Ziemkes wird eine Fichte, stolze 1,80 Meter groß,  im Wohnzimmer stehen und für Lichterglanz sorgen. „Nun werden wir noch schön Essen gehen“, verabschiedete sich die Familie.

An der Verpackungsstation wird unterdessen die Schlange immer länger. Pascal Alberti und sein Kollege kommen trotz Temperaturen um Null Grad mächtig ins Schwitzen. „Ja, es ist eine Menge zu tun“, sagt der junge Mann und lacht. Wer seinen Baum schon im Netz hat, gönnt sich noch eine Wildbratwurst, eine Schmalzstulle oder einen heißen Glühwein. Bernd Petermann steht am Grill und wendet die Würste, damit sie nicht verbrennen. Ein paar Meter weiter lodert ein Lagerfeuer.

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