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2018 waren in Brandenburg rund 296 Tonnen Kampfmittel gefunden worden

Modellregion
Mehr Blindgänger sollen beseitigt werden

Eine entschärfte 250 Kilogramm Bombe hängt am Kranhaken. Auch 73 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs kommt Brandenburg in Sachen Munitionsfunde nicht zur Ruhe.
Eine entschärfte 250 Kilogramm Bombe hängt am Kranhaken. Auch 73 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs kommt Brandenburg in Sachen Munitionsfunde nicht zur Ruhe. © Foto: dpa/ZB/Bernd Settnik
dpa / 02.01.2019, 20:59 Uhr
Oranienburg (dpa) In der „Modellregion Oranienburg“ will Brandenburg mit mehr Mitteln und mehr Personal Kriegsaltlasten beseitigen.

Vor dem voraussichtlichen Projektstart im Sommer kommen Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD), Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) und Mitarbeiter der Stadtverwaltung am Donnerstag (11.00 Uhr) zu Gesprächen zusammen. Es soll darum gehen, wie erste Schritte des Projekts aussehen sollen.

In Brandenburg waren im Vorjahr rund 296 Tonnen Kampfmittel gefunden worden. Oranienburg ist besonders belastet: Seit 1991 wurden dort 200 Großbomben entschärft oder gesprengt. Die Stadt im Landkreis Oberhavel ist wie keine andere Region in Deutschland von US-amerikanischen Bomben mit chemischen Langzeitzündern betroffen. Diese sind besonders gefährlich, da sie auch ohne äußere Einwirkungen detonieren können. Der Boden wird daher seit Jahren systematisch nach Blindgängern abgesucht.

Brandenburg hatte mit dem Haushalt 2019/20 die Einrichtung einer „Modellregion Oranienburg“ beschlossen, um die Kampfmittelbeseitigung zu verstärken. 13 zusätzliche Mitarbeiter sowie eine bessere Ausstattung für den Kampfmittelbeseitigungsdienst sollen für eine schnellere Beseitigung der Kriegsaltlasten sorgen. Das Modellprojekt ist zunächst auf drei Jahre begrenzt. Anschließend könnten die geplanten Änderungen auf das ganze Land ausgeweitet werden.

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