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Basistreffen der Regionalgruppe in Schwedt / Erste Verständigung über Selbstbild und Organisation

Sammelbewegung
Aufstehen Uckermark gegründet

Michael Dietrich / 07.01.2019, 06:30 Uhr
Schwedt (MOZ) Ein Basistreffen der von Sahra Wagenknecht angestoßenen Aufstehen-Bewegung hat am Freitag in Schwedt 16 Interessenten zusammengeführt. Anschließend erklärten die Initiatoren die Regionalgruppe Uckermark für gegründet.

„Dieses Programm ist eine neue Gesellschaftsordnung, das kann jeder vernunftbegabte Mensch unterschreiben“, kommentiert einer der Teilnehmer die Ziele der Bewegung. Die meisten Männer und Frauen, die Freitagabend ins Haus der Bildung und Technologie gekommen waren, kannten den Gründungsaufruf von Sahra Wagenknecht. Die carismatische Linken-Politikerin hatte die Gelbwesten-Bewegung in Frankreich zum Anlass genommen, auch in Deutschland zum Druck der Straße  gegen eine Regierung und Politik der Reichen aufzurufen. „Wir brauchen viele Menschen, die bereit sind, auf die Straße zu gehen. Das will Aufstehen erreichen und das machen wir im nächsten Jahr“, erklärte Wagenknecht 2018.  Inzwischen sollen sich deutschlandweit 160 000 Unterstützer gefunden haben.

Zwei Unterstützer sind Melanie Schiemenz aus Schwedt und Volkmar Ritter  aus Flieth-Stegelitz. Sie  haben die ersten Treffen in der Uckermark organisiert. In der Weihnachtszeit kamen sechs Unterstützer zum Treff in Angermünde. Über die 16 in Schwedt freute sich Ritter („Es ist ein Anfang. Es ist schwer, etwas in Gang zu bringen“), andere Teilnehmer nannten die Beteiligung kläglich und beschämend. Unter den Interessierten waren Linken-Politiker wie die Schwedter Ortsvorsitzende Sylvia Anklam, die sich informieren wollte und die Zusammenarbeit anbot. Auch ein 89-jähriger Schwedter und zwei politisch interessierte Jugendliche kamen.

Wie man der Regierung Dampf machen könnte, wie man zu „echter“ Demokratie komme, die wirklich die Interessen der Mehrheit vertrete und welche Organisationsform dafür die richtige sei,  darum drehte sich die Diskussion der Runde. „Aufstehen muss auch piken, sonst bleibt Aufstehen ein Sitzenbleiben“, sagte Sylvia Anklam. Ein Teilnehmer schlug vor, den SPD-Landtagsabgeordneten Mike Bischoff zur Diskussion einzuladen, woraufhin ein Jugendlicher fragte, wer das sei, dieser Bischoff.  Teilnehmer äußerten Kritik an der Politik Merkels, am Abstimmungsverhalten im Bundestag oder daran, alle Meinungen sofort in rechts oder links einzuordnen. Mehrere Teilnehmer sprachen sich dafür aus, dass Aufstehen eine Bewegung bleibe, kein Verein oder Partei wird. Andere wandten ein, dass das Veranstaltungen oder Organisationsfragen erschwere. „Wenn das ganze Land aufsteht, ist das nebensächlich“, sagte Jörg Hausburg. Aufstehen Uckermark ist  im Internet über aufstehen-brandenburg.org erreichbar.

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Armin Rohde 07.01.2019 - 09:34:23

Na dann

Wie aus dem Artikel schon hervorgeht scheinen sich ja dort aus allen Schichten die richtigen getroffen zu haben! Und Sonnybooy Bischof wird denken - hoffentlich sprechen die mich nicht an! Na dann viel Erfolg beim gegen alles sein!

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