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Elternkurse
Familienforum mit neuen Kursangeboten

Zum Thema gesunde Ernährung beinhaltete das Familienforum des Kleeblatt e.V. ebenfalls einen Kurs.
Zum Thema gesunde Ernährung beinhaltete das Familienforum des Kleeblatt e.V. ebenfalls einen Kurs. © Foto: Kleeblatt
Manuela Bohm / 11.01.2019, 13:05 Uhr
Rathenow/Premnitz (MOZ) Das ganze Leben verändert sich mit Schwangerschaft und Geburt des eigenen Nachwuchses - diese Aussage umfasst weitaus mehr als sich bei Wunsch nach einem Kind erahnen lässt. Verständlich ist es dabei, dass unzählige Fragen bei allen am Leben des Kindes Beteiligten aufkommen. Das Internet und Fachliteratur bieten sicher komplexe Einblicke und auch Antworten. Wertvoll sind sicher auch Erfahrungsberichte, Austausch und Informationsveranstaltungen vor Ort.

16 Kurse bot die Veranstaltungsreihe „Familienforum“ des Kleeblatt e.V. im vergangenen Jahr für Eltern von Kindern bis 6 Jahre an. 126 Teilnehmer nutzten das Kursangebot. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Eltern in den Kursen gesehen werden wollen. Sie sollen sich auf Augenhöhe mit Referenten und Moderatoren auch über ihre Erfahrungen und Fragen austauschen können“, resümiert Fabienne Fülöp, Ansprechpartnerin für die Kurse des Familienforums. Optimal seien so bei Kursen wie beispielsweise zu „Typgerechte Erziehung!?“, „Das ‚unruhige’ Kind“ oder die „Entwicklung der Sexualität beim Kind“ eine Teilnehmerzahl von rund sieben Müttern und Vätern.

Am stärksten nachgefragt war das Kursangebot „Gewaltfreie Kommunikation“. Mit dem neuen Programm, das gerade erarbeitet wird, soll dieser Kurs als „Eltern im Dialog“ ins Familienforum eingeschrieben. „Ich möchte den Kurs mit einem Folgetermin eine Woche nach dem ersten Termin anbieten. Beim Folgetermin könnten sich die Eltern untereinander und mit mir über die Umsetzung der gewaltfreien und wertschätzenden Kommunikation in ihrem eigenen Umfeld und Alltag austauschen“, so die Kindheitspädagogin Fülöp.

Durch eine fortwährende Evaluation über Elternfragebögen und in Zusammenarbeit mit den Referenten wurde mit dem ersten Familienforum, durch das Kurse von Juli bis Dezember geboten wurden, deutlich, dass ihre Benennung und Beschreibung  im Kursheft wichtig für die Wahrnehmung und Annahme durch die Eltern war und ist. Der Titel „Das unruhige Kind“ impliziere, dass Eltern ein unruhiges Kind haben. Sie müssten es sich eingestehen und legen so die Schuld auf das Kind. Das passt aber nicht zu unserem Ansatz“, sagt Fülöp. Der Titel „Unruhig“ sei wertend.

Der Ansatz, den der Kleeblatt e.V. verfolgt, beruht auf einem wertfreien Dialog auf Augenhöhe. Zum einen spiele das gesamte Umfeld des Kindes eine Rolle, das nur Symptomträger sei, aber nicht das Symptom an sich. Zum anderen werde ein nicht-durchschlafendes Kind von Eltern nicht unbedingt als Problem angesehen. Allerdings beschäftige sie das Thema dennoch. Somit wäre ein Austausch auch für diese Eltern von Interesse, meint die Pädagogin.

Aus den Kursen für Väter mit älteren Kindern sollen Familienkurse entstehen. „Väternachmittage müssten regelmäßig stattfinden und von einem Erzieher begleitet sein“, wünscht sich Fabienne Fülöp. Dagegen wird es neu im Angebot auch einen Kurs geben, der sich an werdende Eltern richtet. In dem Werkstatt-Kurs können sie Kleinigkeiten selbst gestalten, um das „Nest“ für ihr Kind zu verschönern. Stark nachgefragt und der einzige Kurs, der nicht kostenfrei angeboten wird, gibt Anleitung zur Ersten Hilfe am Kind.

Kurse dieser Art gab es schon, bevor die Veranstaltungsreihe Angebote zum Elternaustausch gemacht hatte. „Wir haben uns auch schon zuvor mit einigen Themen befasst - beispielsweise mit der gesunden Ernährung. Aber darüber hinaus kommen bei den Eltern immer wieder ähnliche Fragen auf. Aus diesem Grund haben wir das Familienforum entwickelt und uns für die Kurse Experten dazu geholt“, so die Projektleiterin.

Im März werden die ersten Kurse beginnen, das Kursheft des Familienforums wird im Februar veröffentlicht. Das neue Heft soll in größerer Auflage erscheinen und unter anderem auch an Erzieher in Kindertagesstätten, an Familienlotsen des Netzwerks Gesunde Kinder sowie auch Hebammen an die Hand gegeben werden. „Die direkte Ansprache der Eltern, so unsere Erfahrung, machte unser Angebot am effektivsten bekannt.“ Darüber hinaus wird das Programm auf der Internetseite des Kleeblatt e.V. eingestellt.

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