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Neujahrskonzert
Premnitzer zum zehnten Mal Gastdirigent

Simone Weber / 11.01.2019, 13:07 Uhr
Rathenow Rund 900 Freunde klassischer Musik genossen im Rathenower Kulturzentrum die beiden ausverkauften Neujahrskonzerte des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode, das bereits zum fünften Mal für diese Veranstaltungen gewonnen werden konnte.

Diesmal nahm das Orchester die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch Italien und Spanien sowie Österreich-Ungarn. Nach Mozarts Ouvertüre zu „Hochzeit des Figaro“ zum Auftakt des mehr als 90-minütigen Konzerts sangen Tenor Carlos Moreno Pelizari unter anderem die populäre Arie „La donna e mobile“ aus Verdis „Rigoletto“ und Sopranistin Anja Kaesmacher „Du sollst der Kaiser sein“ (Robert Stolz). Mit „Eine Nacht in Venedig“ und dem „Donau-Walzer“ als letztem Stück erklangen auch Werke der populären Komponisten Johann Strauss (Vater und Sohn).

Zum diesjährigen Neujahrskonzert gab es gleich zwei Jubiläen. Christian Fitzner, seit 1999 Musikdirektor, leitet das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode seit 25 Jahren. „Bereits zum zehnten Mal darf ich hier ein Stück des Orchesters dirigieren. Das ist eine große Ehre und Freude“, freute sich indessen Franz Fischer. Der langjährige Premnitzer Dirigent und Chorleiter stand vor der Pause des ersten der beiden Konzerte zum „Ungarischen Tanz No. 3“ als Gastdirigent vor dem Orchester. Nach seinem 80. Ehrentag im November 2008 erfüllte sich dem Premnitzer zu Beginn des Jahres 2009 mit seinem ersten Gastauftritt als Dirigent ein Geburtstagswunsch, der zur jährlichen Tradition wurde. Am 30. November 2018 wurde Fischer nun 90. Zum „Radetzky-Marsch“, einer der Zugaben, holte Christian Fitzner den Jubilar noch einmal als Dirigenten auf die Bühne.

„Hier wächst wohl schon eine künftige Nachwuchssängerin heran. Und sie hält gut durch“, reagierte Fitzner humorvoll auf die jüngste Zuhörerin, ein 14 Monate junges Mädchen, das mit seiner Mutter teilweise am Türgang stehend mitwippte und fleißig applaudierte. „Da haben wir während Aufführungen mit Kindern gleichen Alters im Publikum – mit ‚Proteststürmen‘ – schon ganz andere Erfahrungen gemacht.“ Aber auch die weiteren Zuhörer der zwei ausverkauften Aufführungen waren begeistert und forderten mehrere Zugaben: eine Arie aus Giuseppe Verdis Oper „La Traviata“ und Johann Strauss‘ (Vater) „Seufzer-Polka“, bei der noch einmal das Publikum gefragt war und vortrefflich zur Untermalung mitseufzte.

Die in Trier geborene Sopranistin Anja Kaesmacher debütierte bereits vor Abschluss ihres Studiums (2000) während der Spielzeit 1997/1998 am Mainfranken-Theater Würzburg, dessen Ensemblemitglied sie bis 2008 blieb. Als nun freiberufliche Opernsängerin an verschiedenen deutschen Theatern ist Kaesmacher auch als Gesangspädagogin und nach Abschluss ihres Lehramtsstudiums 2015 auch als Gymnasiallehrerin in ihrer hessischen Heimat tätig.

Tenor Carlos Moreno Pelizari setzte sein in der chilenischen Heimat begonnenes Studium 2011 an der Folkwang Universität der Künste in Essen fort. Als Solist trat er mit verschiedenen Oratorien und Opern in den bedeutendsten Theatern und Konzertsälen seiner Heimat auf. Seit 2014 war er an verschiedenen deutschen Theatern engagiert und sang 2018 in der Opernaufführung „La Traviata“ auf der Seebühne der Eutiner Festspiele.

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