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Simone Helfer aus der Waldstadt wütend über die Sperrung der B 158

B 158
Täglich 30 Kilometer Umweg zur Arbeit

Hier kommt keiner durch: Gerd Kleinow und Stefan Müller von der Baufirma Engron schließen die Sperre auf der B158 vor Bad Freienwalde. Im Hintergrund Gebäude der Waldstadt.
Hier kommt keiner durch: Gerd Kleinow und Stefan Müller von der Baufirma Engron schließen die Sperre auf der B158 vor Bad Freienwalde. Im Hintergrund Gebäude der Waldstadt. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 11.01.2019, 20:56 Uhr - Aktualisiert 12.01.2019, 14:32
Bad Freienwalde (MOZ) „Ich fahre einmal wöchentlich nach Berlin und viermal nach Strausberg zur Arbeit. Jetzt habe ich jedes Mal 30 Kilometer mehr zur Arbeit.“ Die Bad Freienwalderin Simone Helfer, die in der Waldstadt wohnt, ist wütend über die Sperrung der B 158. Mitarbeiter der Bad Freienwalder Baufirma Engron errichteten am Montag im Auftrag des Landesbetriebs Straßenwesen eine Sperre auf der B 158 in Höhe der Ortseingangsschildes.

Bewohner der Waldstadt, den ehemaligen Kasernen am Rand der Stadt, können nun nicht mehr einfach oben in Richtung Berlin hinausfahren, sondern müssen durch die gesamte Baustelle und die Stadt in Richtung Falkenberg oder Wriezen. „Abgesehen von der Zeit ist das für mich nicht effektiv“, erklärt die Bad Freienwalderin. Einige Leute aus der Waldstadt, die früh um 5 Uhr zur Arbeit fahren, parken ihre Autos in Bodenseichen am Rand der B 158 jenseits der Sperre und gehen morgens zu Fuß dorthin. „Mir ist das unsicher“, sagt Simone Helfer. Sie müsste bei Dunkelheit dorthin laufen und fürchte zudem um ihr Auto. Als sie die Bauleute, denen sie keinerlei Schuld gibt, auf ihr Problem ansprach, meinte einer, dass laut einer Umfrage 30 Prozent der Bewohner der Waldstadt Renter oder arbeitslos seien und nur zehn Prozent in Richtung Berlin müssten. „Ich weiß nicht, wer diese Umfrage in Auftrag gegeben hat, ich wurde nicht gefragt“, sagt Simone Helfer.

Der Landesbetrieb will den Durchgangsverkehr zwingen, die Umleitung zu benutzen.

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