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Neujahrsempfang des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Bernau mit zahlreichen Gästen

Freiwillige Feuerwehr
Eine „feste Größe“ in der Stadt

Kai-Uwe Krakau / 13.01.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 13.01.2019, 14:32
Bernau (MOZ) Die Freiwillige Feuerwehr Bernau ist im vergangenen Jahr zu 443 Einsätzen ausgerückt. In 163 Fällen mussten Brände gelöscht werden. Diese Zahlen nannte Stadtwehrführer Jörg Erdmann am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang des Fördervereins.

Vorsitzender Jürgen Herzog konnte zu der traditionellen Veranstaltung wieder zahlreiche Feuerwehrmänner und -frauen, aber auch Stadtverordnete und fördernde Unternehmer begrüßen. Er wies in seiner kurzen Rede darauf hin, dass die Übergriffe auf Polizisten, Rettungssanitäter und Feuerwehrleute weiter zunehmen. „Die Situation ändert sich nicht“, so Herzog. Herzog appellierte an die Politik und alle gesellschaftlichen Gruppen, „gemeinsam und konsequent gegen die Verrohung vorzugehen“.

Dem schloss sich auch der Landrat des Kreises Barnim, Daniel Kurth, an. Der Sozialdemokrat sprach von einem „unhaltbaren Zustand“. Man müsse immer wieder darauf hinweisen, dass „derartige Übergriffe keine Kleinigkeit sind“. Den Gerichten legte Kurth nahe, „das Strafmaß vielleicht etwas höher als in der Vergangenheit üblich anzusetzen“. Die ab diesem Jahr vom Land gezahlten Aufwandsentschädigungen für Feuerwehrleute in den Einsatzabteilungen bezeichnete der Landrat als „richtiges Zeichen“. Sie seien aber kein Ersatz für die geleisteten Stunden, so Kurth.

Bernaus Bürgermeister André Stahl dankte den Feuerwehrmännern und -frauen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. „Die Feuerwehr ist und bleibt eine feste Größe in der Stadt“. Der Linken-Politiker bekräftigte die Pläne für den Bau einer  neuen Hauptwache an der Weißenseer Straße. „Wir werden das Vorhaben sorgfältig planen und hoffen auf Unterstützung vom Land und dem Landkreis“, erklärte Stahl.

Der stellvertretende Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg, Bernd Falkenthal, verlieh anschließend an Michaela Waigand die Brandenburger Feuerwehr-Ehrenmedaille. Sie ist für verdiente Personen bestimmt, die nicht aktiv der Feuerwehr angehören. Die stellvertretende Bürgermeisterin von Bernau konnte die Medaille aus Krankheitsgründen nicht persönlich entgegennehmen.

Mit einer „Florian“-Skulptur zeichnete der Förderverein zwei Feuerwehrmänner und einen Unternehmer aus. Matthias Wilke sei „mit Leib und Seele“ dabei und leite engagiert die Sport-ausbildung, hieß es zur Begründung. Andreas Urban  ist „Mädchen für alles“ und sorge nicht nur „für Nachschub aus dem Zapfhahn“. Geschäftsführer Michael Kessmann unterstützt die Feuerwehr seit dem vergangenen Jahr.

Nach Einschätzung des Bernauer Stadtwehrführers hat sich die Zusammenarbeit zwischen den Löschgruppen und -zügen verbessert. Dies sehe man bei Einsätzen, aber auch in der Ausbildung, so Erdmann. Anlässlich des Empfangs wurden mehrere Jugendliche begrüßt, die im Februar ihre Ausbildung beginnen werden.

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