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Zwei Wochenenden gastiert der bekannte Choreograf Marco Volta an der Schwedter Musik- und Kunstschule

Choreografie
Probe mit berühmtem Tanzlehrer

Oliver Schwers / 13.01.2019, 21:11 Uhr - Aktualisiert 14.01.2019, 14:50
Schwedt (MOZ) International bekannte Tänzer und Ausbilder holt die Schwedt Musik- und Kunstschule in diesem Jahr in die Uckermark. Den Auftakt macht der international bekannte Choreograf und Tanzlehrer Marco Volta. Für die Jugendlichen sind solche Workshops eine ganz andere Erfahrung.

Am Wochenende fand an der Schwedter Musik- und Kunstschule ein Tanzworkshop mit Marco Volta statt. Er unterrichtet an der Zürcher Hochschule der Künste im Fachbereich Tanz Zeitgenössische Technik. Ausgebildet wurde er an der Tanzschule Lo Studio Turin. Er tanzte bisher in diversen Theatern und freischaffenden Tanzkompanien, wie dem Theater Hildesheim, Theater St. Gallen, Theater Freiburg/Heidelberg, CoisCéim Dance Theatre, Compagnie Drift und MIR Compagnie. Seit 2003 unterrichtet er an Kunsthochschulen und Trainingsstätten für professionelle Tanzschaffende.  Neben seinen Engagements als Tänzer hat Marco Volta als Choreograph verschiedene Werke geschaffen.  Marco Volta arbeitet auch mit Jugendlichen und Kindern u.a. miniMIR Education Tanzprogramm, Tanz und Kunst Königsfelden, Bühnentiger Hermesdance.
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Tanzworkshop mit Marco Volta

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Es geht alles rasend schnell. Ein paar Proben vor dem Spiegel, ein paar Schritte, Drehungen, sogar Handstand und Überschlag. Dazu Musik und immer wieder der Zähltakt. Die Kinder konzentrieren sich auf jede Bewegung von Marco Volta, der spielend leicht und immer mit einem Lächeln im Gesicht die Übungen vormacht und die hinter ihm Stehenden kontrolliert. Mit hochrotem Gesicht folgen sie seinen fortwährend wechselnden Wendungen, Schritten und Sprüngen. „Ganz schön schwer, etwas schneller als sonst, aber es bringt uns was“, so der Kommentar der Mädchen und Jungen in der kurzen Verschnaufpause.

Der bekannte Choreograf und Tänzer Marco Volta kennt viele Bühnen und Tanzschulen, wird in verschiedensten Ländern engagiert, beteiligt sich seit Jahren an Projekten. Er unterrichtet nicht nur in der Schweiz und in Deutschland, sondern kommt auch auf Stippvisite in die Uckermark. „Wir sind Kollegen von früher und kennen uns schon lange“, erklärt Tanzpädagoge Thomas Maucher von der Schwedter Musik- und Kunstschule das Zustandekommen des mehrtägigen Workshops an zwei Wochenenden. „Ex-Kollegen besuchen sich und das verpflichtet auch, Unterricht vor Ort zu geben.“

Maucher möchte, dass seine Schüler verschiedene Stile verschiedener Lehrer kennenlernen. „Manchmal merkt man, dass Schüler und auch Eltern Angst vor dem Fremden haben. Aber beim Tanz sind diese Begegnungen ganz normal. Deshalb ist es mir wichtig, Neues einzuführen.“ Bei der Konzentration auf nur einen Lehrer würden die Schüler nur dessen Stil annehmen. „Aber der ständige Wechsel ist etwas Grundlegendes in unserem Leben. Und Schüler schauen sich gottseidank immer nur das Beste ab.“

Sein Versuch: Alle zwei Monate will er einen anderen Namen aus der Familie der Tänzer und Tanzpädagogen für einen Workshop in Schwedt gewinnen. Seinen Schülern macht Gastdozent Marco Volta am Ende der ersten Stunde ein Kompliment. „Als Tänzer haben wir die Funktion, eine Message (Botschaft) weiterzugeben. Der Körper möchte sagen, was der Mensch macht. Tanz ist zum Beispiel Ausdruck für die, die nicht so gern sprechen möchten.“

Auch in Basel unterrichtet er Kinder, manchmal Senioren. Dabei kommen verschiedene Kulturen zusammen, die auf eigene Weise miteinander kommunizieren. Dabei entwickeln sich soziale Kompetenzen. „Es ist wie beim Zirkus, man wächst automatisch von der ersten Stunde zu einer Familie zusammen, arbeitet jeden Tag sehr eng und man berührt sich zwangsläufig“, erklärt Thomas Maucher. „Es geht dabei ja auch um Vertrauen, zum Beispiel beim Heben. Und der Körper lügt nicht. Man sieht schon beim Hereinkommen, wie es dem Anderen geht. Das ist im Büro oder in anderen Berufen nicht so ausgeprägt.“

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