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Wettbewerb
Stadtwerke bleiben Grundversorger

Elektrizität für die Bernauer: Christoph Krause am Computer in der Leitzentrale des Blockheizkraftwerkes der Stadtwerke Bernau
Elektrizität für die Bernauer: Christoph Krause am Computer in der Leitzentrale des Blockheizkraftwerkes der Stadtwerke Bernau © Foto: Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 14.01.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 14.01.2019, 09:02
Bernau (MOZ) Die Stadtwerke Bernau bleiben für weitere drei Jahre der sogenannte Grundversorger. Dies habe der Netzbetreiber festgestellt, teilte das kommunale Unternehmen mit. Die Aufgabe übernimmt laut gesetzlicher Regelungen immer der Strom - und Gaslieferant, der die meisten Haushaltskunden in einem festgelegten Gebiet unter Vertrag hat. Im Fall der Stadtwerke sind es knapp 70 Prozent. „Diese wichtige Aufgabe ist Verpflichtung, freut uns aber auch sehr. Sie zeigt, dass wir uns erneut im scharfen Wettbewerb behaupten konnten“, sagte Geschäftsführerin Bärbel Köhler. Sie wies darauf hin, dass sich die Stadtwerke vor fünf Jahren eine Zukunftsstrategie gegeben hatten. Diese werde weiterhin konsequent umgesetzt. In der Kernstadt Bernau vertrauten nach wie vor gut 80 Prozent der Haushaltskunden auf die Stadtwerke. In den Ortsteilen sei die Entscheidung für das Unternehmen als Grundversorger dagegen knapper ausgefallen, hieß es.

Wer in Deutschland den Wohnort wechselt, muss sich nicht sorgen, dass das Fernsehgerät schwarz bleibt. Beim Betätigen des Schalters kommt automatisch ein Grundversorgungsvertrag für Strom und gegebenenfalls auch für Gas zustande. Der Kunde ist dann verpflichtet, dem zuständigen Unternehmen mitzuteilen, dass er Strom bezieht. Der Basistarif setzt sich aus einem festen Grundpreis und einem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis zusammen. Der Grundversorgungsvertrag kann mit einer Frist von 14 Tagen gekündigt werden. Zudem ist es möglich, schon innerhalb von sechs Wochen vor dem Einzug in eine neue Wohnung einen Vertrag außerhalb der Grundversorgung abzuschließen. Die Deutschen gelten als „Wechsel-Muffel“ und verzichten damit auf großes Sparpotenzial.

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