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Neujahrsempfänge
Start ins Wahljahr 2019 in Eisenhüttenstadt

Frank Groneberg / 14.01.2019, 06:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Auf ihren Neujahrsempfängen haben am Wochenende die Eisenhüttenstäder SPD und gemeinsam die Eisenhüttenstädter und die Neuzeller CDU das Wahljahr 2019 eingeläutet.

Die CDU hatte ihren Neujahrsempfang unter das Motto „Aufeinander zugehen – im Mittelpunkt steht der Mensch“ gestellt. „Ich persönlich finde es sehr angenehm, dass in der Stadtverordnetenversammlung ein anderer Umgangston eingezogen ist“, sagte Ingrid Freninez, Vorsitzende des Stadtverbandes Eisenhüttenstadt, mit Blick auf den Wechsel an der Stadtspitze vor einem Jahr.

Ilona Weser vom Ortsverband Neuzelle – beide Verände laden seit Jahren gemeinsam zum Neujahrsempfang ein – erklärte, sie hoffe, dass 2019 „ein Jahr des Ostens wird. Nicht nur der Mauerfall jährt sich, im Osten stehen auch drei Landtagswahlen an. Und wir müssen zusehen, dass wir für alle Wahlen geeignete Kandidaten finden. Ich sehe das auch als Chance für alle, in dieser Demokratie zu zeigen, was sie können.“

Prominenter Gast auf dem Empfang war der Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt. Er thematisierte die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft. Patzelt warb dafür, die wachsende Armut in der Welt stärker zu bekämpfen und die betroffenen Regionen besser zu unterstützen, da sonst immer mehr Flüchtlinge nach Europa kämen. Er warnte davor, die Europäische Union infrage zu stellen. Der CDU-Politiker warb für den Erhalt konservativer Werte und kritisierte mehrfach die Zustimmung des Koaltitionspartners SPD zur Ehe auch für Homosexuelle.

„Wir müssen den Bürgern sagen, was wir gemacht haben, wo wir gerade sind und wo wir auch weiterhin unsere Aufgaben sehen. Wir wollen Eisenhüttenstadt weiter gestalten und können Angebote machen. Wählen müssen die Einwohner selber“, sagte der SPD-Fraktionschef des Stadtparlamentes, Holger Wachsmann, am Sonnabend auf dem Neujahrsempfang der SPD. Was wollen die Genossen in einer Stadt erreichen, die „zum Arbeiten und Wohnen dient und die auf Grund der vorhandenen Arbeitsplätze die meisten Einpendler der Region hat“?

Neben dem Bau der neuen Feuerwache stünden Überlegungen auf dem Plan, die Fachschule für medizinische Berufe auszubauen und zu erweitern. Der Fachkräftemangel im Pflegebereich fordere das geradezu. Aber auch einen regional abgestimmten Veranstaltungskalender sollte es geben, um zum Beispiel die Freilichtbühne besser auszulasten und nicht zwei hochrangige Veranstaltungen auf 25 Kilometern Entfernung zur selben Zeit zu haben.

Er verwies nicht zuletzt darauf, dass man eine Stadt wie Eisenhüttenstadt mit rund 28 000 Einwohnern, die über ein eigenes Theater verfügt, Schwimmhalle und Bibliothek hat, das Dokumentationszentrum und Museen aufweist, gute Schulen, Kitas und Sportstätten vorhält, suchen müsse und mahnte indirekt an, das auch wertzuschätzen.

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