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Neujahrsempfang
Sportaktion nach langer Rede

Bernhard Schwiete / 14.01.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 14.01.2019, 09:19
Fürstenwalde (MOZ) Rund 400 Gäste haben am Freitagabend den Neujahrsempfang der Stadt Fürstenwalde besucht. Wer wollte, konnte im Bürgerhaus Fürstenwalder Hof auch Sport treiben und damit gleichzeitig Geld eintreiben für eine neue Attraktion im Stadtpark.

Nach rund zwei Stunden konnte es endlich losgehen. Da war der offizielle Teil des Neujahrsempfangs vorbei, und wer noch nicht gleich nach Hause ging, konnte nicht nur bei kleinen Häppchen Gespräche führen, sondern sich auch sportlich betätigen. Vor der Bühne im Fürstenwalder Hof waren dazu zwei Spinning-Räder aufgebaut. Die Fitnessgeräte waren eigens aus dem städtischen Fitnessstudio im Schwapp herangekarrt worden.

Die Idee, die damit verbunden war, ähnelte der von Sponsorenläufen an Schulen: Ein freigiebiger Geldgeber legt einen Betrag fest, den er je auf dem Spinning-Rad absolviertem Kilometer zur Verfügung stellt, und ein „Athlet“ strampelt für den guten Zweck. Das eingenommene Geld, so hatte Bürgermeister Matthias Rudolph (BFZ) erläutert, soll in ein zusätzliches Sportgerät im Aktivpark im Stadtpark fließen.

Es dauerte indes etwas, bis die Aktion in die Gänge kam. Schlange stehen mussten zunächst weder Sponsoren noch Athleten. Als erste stellten sich Katja und Martin Pock von der Schülerhilfe als Sponsoren zur Verfügung, und Tom Wilke setzte sich auf eines der Spinning-Räder. Dann schloss sich die Sparkasse Oder-Spree als Geldgeber an. Auf den Rädern saßen nun Mandy Garnitz, die Leiterin der Korczakschule der Samariteranstalten, und ihre Kollegin Ute Riese.

Die Stadt hatte in ihrer Einladung zum Empfang bereits eine Sport-Aktion angekündigt, ohne schon konkret zu werden, und zum Tragen sportlicher Kleidung aufgerufen. Unter den Ehrengästen war indes Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig die einzige, die dem folgte und in Turnschuhen auftauchte. Von Rudolph, der im Dreireiher erschienen war, erhielt sie dafür ein Sonderlob. Das Fürstenwalder Stadtoberhaupt setzte sich auch nicht auf ein Spinning-Rad, stellte aber seine Aufwandsentschädigung für den Januar in Höhe von 195 Euro als Sponsorengeld zur Verfügung.

Rudolphs Neujahrsrede glich zuvor in Länge und Inhalt einer „Regierungserklärung“. Etwa eine Stunde lang sprach er über eine Aufstockung des Personals im Ordnungsamt, über Schulen und Kitas, über Sportvereine und mehr. Auch aus Statistiken trug er vor. Von Anfang an hatte er dabei gegen eine Geräuschkulisse durch Gespräche aus dem hinteren Bereich des Saales anzukämpfen. Mit fortschreitender Dauer seiner Ansprache wurde es nicht eben leiser.

Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Uwe Koch (CDU), hatte danach einige Mühe, wieder Ruhe herzustellen. Er hielt die Laudatio für Christa und Werner Menzel, die für ihre Verdienste um die Stadt mit dem Goldenen Raben ausgezeichnet wurden. Das Ehepaar aus Langewahl betrieb 15 Jahre lang die Kunstgalerie im Alten Rathaus, bereitete den Nachlass des Grafikers Gerhard Goßmann auf und schuf die Klassik-Konzertreihe „Fürstenwalder Musikzyklus“.

Außerdem zieren Skulpturen von Werner Menzel das Stadtbild. Auch die Kleinplastik Goldener Rabe ist ein Produkt seines künstlerischen Schaffens. Werner Menzel blieb in seiner Dankesrede bescheiden. „Wir haben doch nur unsere Arbeit gemacht“, sagte er.

Verliehen wird der Goldene Rabe seit 2005 jedes Jahr beim Neujahrsempfang der Stadt. Wer ihn erhält, wird von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Zum ersten Mal ging die Auszeichnung nun an zwei Personen.

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