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Großer Zulauf auf dem Wriezener Schützenplatz / In Haselberg und Altreetz trotzen die Besucher dem Regen

Knutfest
400 Bäume extra für das Neujahrsfeuer

Anett Zimmermann / 14.01.2019, 06:00 Uhr
Wriezen/Haselberg/Altreetz (MOZ) Wriezen/Haselberg/Altreetz. Ob Neujahrsfeuer, Nadelfackeln oder einfach nur Weihnachtsbaumverbrennung – in Wriezen und Haselberg haben sie bereits eine Tradition. Die Premiere in Altreetz soll unterdessen einmalig bleiben, hieß es.

Das Neujahrsfeuer auf dem Wriezener Schützenplatz war nicht zu übersehen. „Wir haben noch an die 400 Bäume dazu bekommen“, freute sich Hannes Möller, stellvertretender Wehrführer und Vorsitzender der Interessengemeinschaft Feuerwehr in Wriezen. „Von Firmen, bei denen die Bäume vom Verkauf übrig geblieben sind“, fügte er erklärend hinzu und musste lachen. „Nein, so viel Glühwein haben wir nicht spendieren müssen, bisher vielleicht 30 Becher“, meinte er. Viele Wriezener hätten ihre abgeschmückten Bäume aber auch schon vorher auf den immer größer werdenden Haufen geworfen. In dem steckte übrigens auch die klein gemachte Tanne vom Wriezener Weihnachtsmarkt.

Der Erlös der inzwischen zehnten Auflage des Neujahrsfeuers soll gespart werden, erklärte Hannes Möller auf Nachfrage. Im neuen Gerätehaus sei bestimmt einiges an Ausstattung nötig und nannte als Beispiel die Küche. Mit Blick in die Runde sprach er von mindestens 200 Besuchern auf dem Schützenplatz. 55 Helfer der Feuerwehr hätten das Neujahrsfeuer vorbereitet. Es wurde diesmal vom Trommelwirbel der Gruppe um Steffi Keil begleitet, im Vorjahr war eine Bläsergruppe dabei. „Wir werden uns fürs nächste Jahr wieder etwas anderes einfallen lassen“, versprach Möller und freute sich, dass Jennifer Purkat aus der Schulzendorfer Wehr jetzt erneut dabei war. Im Vorjahr mit Zuckerwatte vor Ort, bot sie diesmal mit Manuela Kopp Crêpes und Waffeln an. Der Erlös ihres Standes, an dem auch selbst gemachter Kinderpunsch gefragt war, gehe an die Jugendfeuerwehr ihres Ortsteils.

In Haselberg hatten Feuerwehr und Ortsverein kurzerhand die Fahrzeughalle für das fünfte Nadelfackeln geräumt. Draußen loderten zwar mehrere Feuer auch in Schalen, aber drinnen war es angesichts des Regens doch viel angenehmer. 24 Bäume waren dort bereits gegen einen Glühwein getauscht worden. Am gemeinsamen Jahresbeginn werde man in Haselberg festhalten, sagte Ortswehrführer Robert Masche. Wetterbedingt verschoben habe man bisher nur das Osterfeuer. „Das holen wir auch schon mal im Mai nach.“

Das Weihnachtsbaumverbrennen am Sportplatz in Altreetz soll unterdessen einmalig bleiben, erklärte nicht nur Ortsvorsteher Ulrich Leupelt. Schuld daran ist allerdings nicht das Wetter, das auch am Freitagabend bescheiden war. Hintergrund ist vielmehr, dass die Altreetzer am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit im Oktober zu einem Fackelumzug durch den Ort einladen. Dieser und auch das anschließende Feuer am Sportplatz habe aufgrund der Trockenheit zuletzt abgesagt werden müssen. „Das Holz lag aber schon, also haben auch wir jetzt einmal ein Weihnachtsbaumverbrennen gemacht.“ Kathrin und André Matthes hatten dabei die Feuerschale übernommen, an denen Stockbrot gebacken und Marshmallows geröstet werden konnten. „Schön süß“, fand Tochter Isabell und wusste, dass es wichtig ist, den Marshmallow so weit auf den Stock zu schieben, dass die Spitze übersteht. „Sonst fällt er schnell runter“, bestätigte ihre Schwester Ellen. Nach gut zwei Stunden hatten auch sie genug. „Ich bin müde“, sagte Isabell.

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