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Zamperei
In Verkleidung durchs Dorf getanzt

Cindy Teichert, Elke Lang / 14.01.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 14.01.2019, 08:51
Beeskow (MOZ) In der Region wurde wieder kräftig gezampert. Die Taucher, Ragower, Giesensdorfer, Wulfersdorfer, Mittweider und Schadower zogen mit Musik und Verkleidungen durchs Dorf und sammelten für die anschließenden Feiern.

Bereits am Freitag starte Wulfersdorf und Giesensdorf ins närrische Wochenende. Sonnabend ging es dann mit den Gaudi Buam zum Zampern durch die beiden Orte. „Wir werden überall herzlich empfangen und super verpflegt“ erzählte Fastnachtschefin Mandy Gallasch. Besonders beliebt sind die Bouletten von Karin Lehmann. „Niemand bekommt die so gut hin, wie Karin“ so der Tenor.

Und so waren die 133 Fleischklopse im Nu von den etwa 75 Kostümierten verputzt. Am Abend wurde dann in der Festhalle in Giesensdorf mit der Soundup-Liveband gefeiert. Natürlich hatten auch die Bruderschaft vom Küsterberg, die Amazonen vom Weinberg, die Pfefferstreuer vom Lütchenberg, die WuGi-Sisters und – neu in diesem Jahr – die Knalltüten auf Probe ihren Auftritt während des einstündigen Programmes. Dieses wird in zwei Wochen beim Eierkuchenball noch einmal wiederholt.

In Mittweide hatten Henriette Engler und Vivien Werschun den Hut fürs Programm auf. Gemeinsam mit den Männern des Dorfes studierten die jungen Frauen eine schöne Liebesgeschichte ein. Gezampert wurde in Mittweide natürlich auch. Um die 50 Haushalte besuchte man mit den Lieberoser Musikanten. Eine große Mittagspause gibt es immer bei Familie Kupsch.

Dort im ehemaligen Dorfkonsum ist genügend Platz um die hungrige Meute zu versorgen. Sieglinde Kupsch hatte belegte Eierstullen, Pizza und Würstchen vorbereitet. Anja Blaske und André Meiburg steuerten dem Mittagsmahl noch Cabanossisuppe und Borschtsch bei. Damit sich das gute Essen nicht auf die Figur auswirkt, wurde anschließend gleich die „Laurenzia“ gespielt. Beim Tanz zu diesem Lied muss man unentwegt in die Hocke gehen, was gleichzusetzen ist mit sportlichen Kniebeugen.

Super Stimmung herrschte auch in Schadow. Etwa 90 Kostümierte zamperten dort mit. Udo Schaaf und René König sind dafür extra aus Landsberg in Sachsen-Anhalt angereist. Die beiden als Schweinchen verkleideten Stimmungskanonen amüsierten sich schon zum wiederholten Male bei der Schadower Fastnacht. Im Gruppenkostüm unterwegs waren Christa und Jessika Haase, Marina Görsdorf und Karin Zagiersky. Sie stellten in Netzen gefangene Fische dar. Christa Haase und Marina Görsdorf sind seit 1982 immer in selbstgemachten Kostümen mit dabei. „Das Basteln der Kostüme ist doch das Schönste an der Fastnacht, das lasse ich mir nicht nehmen“ so Marina Görsdorf, für die ein gekauftes Fertigkostüm nicht in Frage käme.

In Tauche wird in diesem Jahr die Weiberfastnacht gefeiert. „Außer Jochens Jungs, der Blaskapelle aus Wiesenau, sind beim Zampern keine Männer dabei“, sagte Cathleen Wunderlich lachend. Sie gehört mit Hanni Grasme zu den rund 45 Taucher Fastnachtsweibern, die sich ums Jahr mit den Männern abwechseln und von denen jede ihre Aufgabe bei der Vorbereitung und Durchführung hat.

Es ging schon am Freitag in der Gaststätte „Zur Sonne“ mit Tanz los, und der Zampertag selbst endete mit Tanz und einem schmissigen Programm unter dem Thema „Heute schon ...“ Der Nachmittag gehörte den Kindern, „damit wir rechtzeitig unseren Fastnachtsnachwuchs heranziehen“, so Hanni Grasme. Der Eierkuchenball findet am 26. Januar, 19.30 Uhr in der „Sonne“ statt.

In Ragow waren ebenfalls den ganzen Tag über bis zu 40 Leute unterwegs, angeführt von einem mitreißenden Musikantenmix. Von 9 bis 16 Uhr klapperten sie 80 Grundstücke ab. „Die Leute sind spendenfreundlich und tanzfreudig“, war Ronny Schober zufrieden. Er hält mit Ehefrau Doreen und einem Fastnachtsteam von 15 Narren die Organisation in den Händen. Auch hier wurden am Abend die Beine geschwungen. Der Märkische Dorfkrug kochte bei den Tänzen und Sketchen zur „Entstehung Ragows mit Blick in die Zukunft“. Der Eierkuchenball wird am gleichen Ort am 25. Januar gefeiert.

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