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Finow Automotive und Stadt Eberswalde begeistern mit Neujahrsempfang in den Werkhallen an die 2000 Bürger

Neujahrsempfang
Hochtechnologie trifft Kultur

Viola Petersson / 14.01.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 14.01.2019, 09:17
Eberswalde (MOZ) Eberswalde. In Finow werden zwar „nur“ Teile hergestellt. Doch des Deutschen liebstes Kind, das Auto, hat auch in Eberswalde eine enorme Anziehungskraft. Der Neujahrsempfang der Stadt, für den Automotive Gastgeber war, lockte jedenfalls so viele Besucher wie noch nie: an die 2000.

Tausend Eberswalder Würstchen, 700 Spritzkuchen, 50 zu Schmalzstullen verarbeitete Brote, 400 Portionen Suppe, Hunderte MOZ-Kaffeetassen, 18.000 Euro aus dem Stadtsäckel zur Finanzierung, gut 1700 Euro als Spende für die Grundschule Finow, Dutzende Werkarbeiter, die gewissermaßen eine Sonderschicht eingelegt haben – und an die 2000 begeisterte Besucher. Das war der Neujahrsempfang 2019 am Sonnabend in Zahlen. Dazu gab es trotz des Produktionshallenambientes sechs richtig schmucke Herren, mit Anzug und Fliege, das „Six Pack“, etliche schicke Schlitten und jede Menge Feuer. Als furioses Finale.

Rund 2000 Eberswalder kamen zum Neujahrsempfang auf das Gelände der Finow Automotive GmbH. Neben einem Kulturprogramm konnten sich die Besucher auch in den Produktionshallen des Autoteilezulieferers umsehen. Die Grundschule Finow erhielt eine Spende in Höhe von 1700 Euro  die aus dem Verkauf von MOZ-Tassen, fairem Kaffee und Kuchen erzielt wurde.
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Neujahrsempfang 2019

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So kamen denn alle auf ihre Kosten, die Autofans und Technikinteressierten, jene, die vor allem mit dem Standort des ehemaligen Walzwerkes verbunden sind, wie auch Kulturliebhaber. „Wir sind wegen des Ortes hier“, bekannte das Ehepaar Wölk aus Ziethen. „Unser Sohn arbeitet hier seit einigen Monaten als Elektriker. Und das wollen wir uns mal anschauen.“ Einen Rundgang durch die Hallen hatte auch das Ehepaar Glawion aus Eberswalde fest im Blick. Beide haben schon etliche Neujahrsempfänge mitgemacht. Sie erinnern sich an die Feuerwache, das „Gropius“ und den Forstbotanischen Garten bei Schnee. Automotive sei schon ein sehr besonderer Ort, erklärte Günter Glawion, der 45 Jahre im damaligen RAW als Industriemechaniker gearbeitet hat.

Genau deshalb habe die Stadt Automotive ausgewählt, ließ Bürgermeister Friedhelm Boginski die Gäste wissen. Inzwischen sei die Gesundheitsbranche zwar der stärkste Wirtschaftszweig in Eberswalde. Die Geschichte der Stadt indes wurde vor allem durch die Industrie geprägt. Auch durch die Industrie in Finow. Das Stadtoberhaupt verwies etwa auf das Walzwerk, einst einer der wichtigsten Betriebe und nur ein Beispiel für das Schicksal ostdeutscher Unternehmen. Finow, so der Rathauschef weiter, sei aber mehr als nur „ein Stück Geschichte“. Der Stadtteil stehe „für Impulse, Innovationen und neue Investitionen“. Automotive, auf einer Teilfläche des alten Walzwerkes angesiedelt, sei der beste Beleg.

Geschäftsführer Hagen Hänelt gab das Kompliment gern zurück, er sprach von „guten Rahmenbedingungen“, die Verwaltung und Politik in Eberswalde schaffen. Seit Gründung des Unternehmens 1999 habe man 64 Millionen Euro in Maschinen und Anlagen investiert. Aktuell fertige das Werk etwa Überrollbügel für den neuen Z4 von BMW. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter liege bei gerade mal 43 Jahren, dankte Hänelt seinem engagierten Team. Da die Zeichen weiter auf Wachstum stehen, suche der Betrieb dringend Fachkräfte. Personalleiterin Anja Leuthäuser warb für Mitarbeiter (ausdrücklich auch weibliche) in der Produktion, in der Planung und im Einkauf sowie für Azubis. Derweil stellten Michael Beuster, Torsten Brandenburg und Co. die hochautomatisierte Produktion sowie modernste Technologien vor. Von der Rohrprofilierung bis zur „Finishing Zelle“, dem Prüfplatz, wo Nieten und Endkontrolle erfolgen. Die Autoteile-Hersteller informierten über die Aufstiegschancen im Betrieb, vor allem aber stellten sie sich den Fragen der Besucher. Und dabei zeigten sich nicht nur die Männer interessiert. „Ich war immer in der Stahlbranche tätig“, erklärte etwa Monika Polten aus Finow und wollte es deshalb sehr genau wissen.

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