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Neujahrsempfang im Doppeldorf mit Auszeichnung und Ehrungen

Empfang
Gärtnerei: Müllhalde oder Biotop?

Irina Voigt / 14.01.2019, 07:30 Uhr
Petershagen-Eggersdorf Was  alles geschafft werden soll, stellte der neu gewählte Bürgermeister Marco Rutter in den Mittelpunkt seiner Ausführungen beim Neujahrsemfang am Freitagabend in der Giebelseehalle.

Mit gewohnter Liebenswürdigkeit begrüßte die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Rita Schmidt, die Gäste und Bürger zum Neujahrsempfang. Darunter Stellvertreter des Landrates und Bürgermeister aus umliegenden Gemeinden. Sie freute sich über Vertreter und Abordnungen von Vereinen, Feuerwehr und Kirche. Ein Willkommen galt auch der Bürgermeisterin der Partnergemeinde Bogdaniec Krystyna Pławska. Umrahmt wurde der Jahresauftakt von den Dorfmusikanten.

Mit seiner Rede gab der Bürgermeister das Tempo vor, mit dem die Aufgaben zu schaffen sein müssten. Beim Erreichten war die Rede von der Fertigstellung des Bauhofprojektes, der Vollendung der FAW-Schule, wofür er den Träger-Investoren besonders dankte, und dem Abschluss der Sanierung des Hortes in Eggersdorf. Im Straßenbau werde es weitergehen, blickte Rutter voraus, zwar nicht immer zu aller Freude, weil „uns die Kosten davonlaufen“. Als kulturelle Höhepunkte nannte er unter anderem die neue Reihe Carrier Compass, um Berufsnachwuchs zu finden, das Strandbadfest mit Neptun und Bootskorso und das Adventssingen im Fuchsbau.

Die Voraussetzung für einen zügigen Start sei mit dem beschlossenen Haushaltsplan gegeben, sagte Rutter. Seit 14 Jahren, so hatte er nachgerechnet, beschäftige man sich mit der Bib­liothek in Petershagen. „Hier besteht akuter Handlungsbedarf“, sagte Rutter und stellte einen Abriss und Neubau in Aussicht. Klare Worte sprach er zur Wohnungssituation im Doppeldorf, das inzwischen die 15 000-Einwohner-Zahl überschritten habe. Eine Million Euro stünden 2019 zur Sanierung des kommunalen Wohnungsbestandes bereit. Deutlich wurde Rutter im Hinblick auf die alte Gärtnerei. „Hier heißt die Frage: Müllhalde oder Biotop?“, stellte er fest. Und zeigte Luftaufnahmen, die mehr zur Müllhalde tendieren. „Das gewachsene Grün steht auf Leitungssystemen der ehemaligen Gewächshäuser“, sagte er, und das würde noch viele Probleme bereiten. Die Natur komme aber nicht zu kurz, versicherte Rutter, denn für 300 000 Euro solle der Kleine Giebelsee saniert werden. Beifall gab es, als Rutter aufforderte, für die Kommunalwahlen 2019 solche Leute zu generieren, „die Macher sind und das Gesellschaftliche übers Persönliche stellen können“.

Mit Überraschungen für die Betreffenden verbunden war dann die Auszeichnungsrunde. So wurden Katja Pönitz, Roland Mehner und Steffen Schulz als ehrenamtliche Unterstützer der MS-Selbsthilfegruppe für ihr Engagement gewürdigt. Burkhard Paulat berichtete nach seiner Ehrung als Gemeindevertreter und Blau-Weiß-Funktionär über die Rekordmitgliederzahl von 1000, womit Blau-Weiß zum fünftgrößten Sportverein im Landkreis avancierte.

Geehrt wurden ebenfalls der inzwischen 80-jährige und bis heute noch praktizierende Dr. Friedhelm Drope und Andreas Lüders, Initiator des historischen Dorffestes und damit Wahrer der Ortsgeschichte. In der Laudatio für den ersten Hauptbrandmeister Ralf Gastegger wird vor allem auf dessen über 40 Jahre ehrenamtliches Engagement für die Sicherheit der Bürger und den Brandschutz in Eggersdorf hingewiesen.

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