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Probefahrt
Autotest Mazda CX-3

Gut in Form: Mazda CX-3
Gut in Form: Mazda CX-3 © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 14.01.2019, 12:45 Uhr - Aktualisiert 14.01.2019, 13:16
Berlin (MOZ) Die CX-Modelle haben entscheidend mit dazu beigetragen, dass Mazda in Deutschland 2018 das sechste Jahr in Folge Wachstum verzeichnen konnte. Der CX-5 kam erstmals auf mehr als 20.000 Neuzulassungen und auch der Mazda CX-3 konnte sich mit insgesamt knapp 17.000 Zulassungen gegenüber 2017 nochmals steigern. Beide Modelle erreichten somit die besten Verkaufsergebnisse seit ihrer Einführung. Und stehen jetzt in aufgefrischter Version zur Verfügung.

Motor

Während der CX-3 von der Form her ganz im Trend liegt, hat sich Mazda bei den Motoren schon lange gegen den Zeitgeist gestemmt: Kein sogenanntes Downsizing, also Einsparung von Hubraum und Zylindern (was andere Hersteller nun auch schon wieder auf die Auslaufliste gesetzt haben), dafür etwa hohe Verdichtung, was dem Verbrauch zugutekommen soll. Für den CX-3 gibt es einen Zwei-Liter-Benziner in zwei Leistungsstufen (121/150 PS) und einen 1,8-Liter(!)-Diesel (115 PS). Der von uns gefahrene größere Benziner mit Allradantrieb holt aus vier Zylindern 150 PS sowie 207 Newtonmeter maximales Drehmoment und ist damit eine angemessene Motorisierung, denn es geht, wenn auch eher rau im Ton, von 0 auf Tempo 100 in unter neun Sekunden und maximal problemlos auf 200 km/h.

Die CX-Modelle haben entscheidend dazu beigetragen, dass Mazda in Deutschland 2018 das sechste Jahr in Folge Wachstum verzeichnen konnte. Der Mazda CX-3 konnte sich mit insgesamt knapp 17.000 Zulassungen gegenüber 2017 nochmals steigern.
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Karosserie/Ausstattung

Die Japaner treffen den deutschen Geschmack sehr gut. Kein Wunder also, dass sie auch von der Beliebtheit der SUV (Sport Utility Vehicle, also in etwa sportliche Nutzfahrzeuge) stark profitieren, zunächst in Form des CX-5, der noch immer der Bestseller der Marke bei uns ist. Doch längst hat die SUV-Welle auch die vergleichsweise kleinen Autos - der CX-3 ist 4,28 Meter lang - erreicht. Die Hersteller besetzen jede Nische. Um die Entwicklungskosten für die vergleichsweise kleine japanische Marke klein zu halten, wurden 80 Prozent der Teile des Kleinwagens Mazda 2 verwendet - nur sieht man das kaum. Denn der immerhin 1,54 Meter hohe CX-3 (Bodenfreiheit 16 Zentimeter) hat tatsächlich eine kraftvoll-dynamische Ausstrahlung, die einerseits perfekt ins Segment passt, andererseits aber unverwechselbar wirkt. Und mit der Überarbeitung noch einmal geschärft wurde. Für die Insassen jedenfalls gibt es neben der erhöhten Sitzposition für solch eine Fahrzeugklasse wirklich ordentlich Platz, für das Gepäck stehen 350 Liter zur Verfügung (die Ladekante ist aber recht hoch). Innen wirkt der Wagen modern, wertig, solide. Nur das Ausklapp-Plastik-Head-up-Display stört diesen Gesamteindruck etwas. Die Basis bietet neben sechs Airbags und ESP Berganfahrassistent, Klimaanlage, Fensterheber rundum, Audiosystem, elektrische Außenspiegel und fernbedienbare Zentralverrieglung. Aber natürlich hat auch Mazda mittlerweile diverse Helferlein im Angebot: Radargestützte Distanzregelung, City-Notbremsassistent, Ausparkhilfe, Spurwechselassistent, Müdigkeitserkennung oder Fernlichtassistent, die aber allesamt nicht für die Basis erhältlich sind.

Fahrverhalten

Obwohl sich der CX-3 eher komfortabel gibt, kann man Kurven durchaus auch etwas schneller angehen, mit Allradantrieb sowieso, wo die Traktion ja bekanntlich besser ist. Der Wagen lässt sich mittlerweile noch etwas präziser bewegen, was einer G-Vectoring Control getauften Fahrdynamikregelung zu verdanken ist, die etwa das Kurvenverhalten optimiert und serienmäßig an Bord ist.

Wirtschaftlichkeit

Die Preise beginnen mit 121 PS und Frontantrieb bei 17.990 Euro. Das ist fair. Wer Allrad (nicht für den Basis-Benziner erhältlich) oder Diesel will, landet automatisch in besseren Ausstattungsvarianten und damit in anderen Preisregionen. Allrad plus 150-Benzin-PS schlagen mit mindestens 25.290 Euro zu Buche, der billigste Diesel kostet 22.290 Euro. Der große Benziner verbraucht nach Norm sieben Liter Super auf 100 Kilometer (160 g/km CO2), mehr als einen halben Liter mehr braucht man nicht einzukalkulieren.

Fazit

Genau das, was viele Kunden heute wollen: Schick, kompakt, etwas höher gelegt. Und dazu mit dem Mazda-Design, das bei uns so beliebt ist. Wirklich günstig ist allerdings nur der Einstiegs-Benziner mit Frontantrieb. Mehr Power und dazu noch Allrad gehen spürbar ins Geld. Hajo Zenker

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