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Manche Bürger Potsdams könnten noch wertvolle Teile des Puzzles beisteuern

Vom Schloss in den Lustgarten
Puttentreppe soll neu entstehen

Ein Arbeiter hantiert im Hof des Landtages in Potsdam (Brandenburg) an einer Nachbildung eines über sieben Meter hohen Teiles des Schlosses Sanssouci.
Ein Arbeiter hantiert im Hof des Landtages in Potsdam (Brandenburg) an einer Nachbildung eines über sieben Meter hohen Teiles des Schlosses Sanssouci. © Foto: dpa/ZB/Ralf Hirschberger
dpa / 14.01.2019, 13:33 Uhr
Potsdam (dpa) Die Rekonstruktion der Schlossfassade des Landtags in Potsdam schreitet voran: Bis 2020 solle die Puttentreppe zum früheren Lustgarten neu entstehen, kündigte Landtagspräsidentin Britta Stark am Montag an.

Das vergoldete Geländer mit musizierenden Engeln war 1752 nach einer Zeichnung Friedrich des Großen entstanden. Der Aufbau des Geländers wird von der Cornelsen-Stiftung mit knapp einer halben Million Euro finanziert.

Die Treppe existiert bereits an der Fassade des Landtags, hat aber diese Funktion nicht mehr, denn dort gibt es keine Tür ins Stadtschloss. Zahlreiche Fragmente des vergoldeten Treppengeländers mit musizierenden Engeln lagerten in den Depots der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG). Weitere Bestandteile hatten Bürger nach der Zerstörung des Schlosses 1945 geborgen. „Diese Fragmente tauchen bisweilen im Kunsthandel oder im Privatbesitz auf“, sagte Direktor Samuel Wittwer von der SPSG.

So wurde von dem Dirigenten der Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, ein Ornament des Geländers gestiftet. Er hatte es aus Privatbesitz erworben. Professor Wilhelm Hornborstel vom Verein der Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten berichtete, etwa 40 bis 70 Prozent der Originalteile seien bislang gefunden.

Von den neun Putten sind zwei weitgehend erhalten, von fünf weiteren wurden Fragmente gesichert. „Ich bitte alle Bürger, auf ihren Dachböden und in ihren Kellern nachzuschauen, ob dort nicht noch weitere Teile lagern“, sagte Hornborstel. „Es wäre ein großes Verdienst, diese wieder der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.“

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