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Die Nachfrage nach märkischen Produkten wird immer größer. Der Absatz von noch mehr Produkten wäre aber kein Problem.

Grüne Woche
Am Freitag startet die Messe wieder

Gut besucht ist die Brandenburg Halle 2018 bei der Eröffnung des Brandenburg-Tages auf der Grünen Woche in Berlin.
Gut besucht ist die Brandenburg Halle 2018 bei der Eröffnung des Brandenburg-Tages auf der Grünen Woche in Berlin. © Foto: Bernd Settnik/dpa
dpa / 14.01.2019, 14:05 Uhr - Aktualisiert 15.01.2019, 08:04
Berlin (dpa) Brandenburg könnte aus Sicht des Landesbauernverbandes mehr mittelständische Verarbeitungsbetriebe vertragen. Es fehle in diesem Bereich an Firmen wie Mühlen oder Schlachtbetrieben, sagte Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes, am Montag in Berlin. „Wir würden dann mit dem Einzelhandel in Berlin und Brandenburg noch besser ins Gespräch kommen“, sagte er vor dem Start der Grünen Woche am kommenden Freitag. Wendorff sprach sich für eine Ansiedlungsstrategie aus.

Nahrungsmittel aus Brandenburg seien nach wie vor gefragt, sagte Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD). In Halle 21.A präsentieren sich 78 Aussteller. Das biete eine gute Gelegenheit, um märkische Produkte bekannt zu machen. „Aber kleine Mengen sind für den Einzelhandel oft ein Problem“, sagte er. Oft könnten kleinere Firmen nicht soviel wie gewünscht liefern. Förderungen für Neuansiedlungen oder Erweiterungen von Betrieben stünden damit bereit. „Oft fehlen dann aber die Arbeitskräfte“, sagte er.

Bislang produziere die märkische Landwirtschaft vor allem für den Rohstoffmarkt, hieß es. Rinder oder Schweine wachsen im Land heran, werden aber zum Schlachten in andere Bundesländer gefahren, das Fleisch komme zur Verarbeitung zurück. „Wir brauchen ein Umdenken“, sagte Wendorff. Die Wertschöpfungskette müsse geschlossen werden.

In einem Pilotprojekt sei es gelungen, einheimischen Roggen zu Mehl und Brot vor Ort zu verarbeiten und zudem das Mehl abgepackt in den Einzelhandel zu bringen, sagte Hanka Mittelstädt, Vorsitzende von pro agro Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin. Es gehe dabei vor allem um kleine und dezentrale Betriebe mit innovativen Ideen. Die Agrarwirtschaft hat nach den Angaben in Brandenburg einen Umsatz von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro.

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