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Nach Absturz
Nachträgliche Identifizierung schwierig

Bild aus besseren Tagen: Das verunglückte Flugzeug Partenavia P68B auf einem Rollweg des Flugplatzes Strausberg. Es ist nahe Prädikow zerschellt.
Bild aus besseren Tagen: Das verunglückte Flugzeug Partenavia P68B auf einem Rollweg des Flugplatzes Strausberg. Es ist nahe Prädikow zerschellt. © Foto: Frank Maczkowicz
Jens Sell / 14.01.2019, 20:18 Uhr - Aktualisiert 14.01.2019, 21:19
Strausberg (MOZ) Auf dem Flugplatz Strausberg lief am Montag der normale Flugbetrieb. Die stürmischen Winde nachts und am Vormittag hatten erstmals seit Wochen die tiefhängenden Wolken vertrieben. Im Grunde herrschte bestes Flugwetter, wenn auch das Wissen um das tragische Flugzeugunglück vom Sonnabendmittag, als eine zweimotorige Maschine des Typs Partenavia acht Kilometer vor der Landebahn abstürzte und zwei Insassen in den Tod riss, wie eine dunkle Wolke über den Platz hängt.

Bei einem Flugzeugabsturz zwischen Prädikow und Grunow gab es zwei Tote
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Flugplatz-Geschäftsführer Andreas Gagel sieht durch den Unfall keinen Grund, Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit auf dem Platz zu ergreifen. „Dafür besteht kein Anlass. Zum einen sind die Ermittlungen zur Unfallursache noch lange nicht abgeschlossen, zum anderen hat sich das Unglück weit außerhalb des Flugplatzes ereignet. Insofern besteht für uns kein Handlungsbedarf“, sagte Gagel am Montag auf Anfrage.

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Lange Zeit hielt sich auch die Polizei mit der Bestätigung der Identität der Opfer bedeckt. Zwar ist von Anfang an klar, wer die Maschine gechartert hatte und fliegen sollte, doch ist damit nicht bewiesen, wer tatsächlich geflogen ist. Beim Funkverkehr melden sich die Piloten nur mit der Kennung des Flugzeugs, damit ist nur dessen Identität eindeutig klar. Doch Namen der Besatzung werden dabei nicht genannt. Und die Wucht des Aufpralls mit all ihren schrecklichen Folgen macht eine nachträgliche Identifizierung schwierig.

Das Bild, das sich am Sonnabendmittag den Rettungskräften bot, war entsetzlich. Der Amtsbrandmeister der Märkischen Schweiz, Burkhard Miesterfeld, orientierte beim stillen Alarm deshalb auch darauf, dass vor allem erfahrene Feuerwehrmänner zur Absicherung des Unglücksortes anrücken und nicht unbedingt sehr junge und  Frauen. Kreisbrandmeister Sebastian Nestroy würdigte im Nachhinein noch einmal die gute lokale Verwurzelung der Feuerwehren, die es ermöglichte, die Unterstützung privater Treckerfahrer zu gewinnen. So konnten die Aufgaben der Einsatzkräfte im kaum passierbaren Gelände erfüllt werden. (js/rj)

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