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Eltern-Info
Grundschuldirektor gibt Tipps zum Wechsel in Oberschule

Andreas Deutschländer ist Direktor der Havelgrundschule in Oranienburg.
Andreas Deutschländer ist Direktor der Havelgrundschule in Oranienburg. © Foto: Katrin Hartmann
Volkmar Ernst / 16.01.2019, 16:50 Uhr - Aktualisiert 16.01.2019, 18:24
Oberhavel (MOZ) Zur Zeit sind viele Eltern von Sechstklässlern auf der Suche nach einer weiterführenden Schule. Der Direktor der Oranienburger Havelschule, Andreas Deutschländer, gibt Tipps, worauf beim Wechsel zu achten ist.

Herr Deutschländer, worauf sollten Eltern bei der Wahl einer weiterführenden Schule für ihr Kind achten?

Sie sollten in erster Linie ehrlich gegenüber dem Kind sein und sich nicht vom eigenen Ehrgeiz leiten lassen. Natürlich ist es schön, wenn ein Kind ans Gymnasium wechseln kann. Doch nicht jedes Kind muss das Abitur machen oder es in zwölf Jahren schaffen. Dazwischen gibt es viele Alternativen. An einer Gesamtschule haben die Schüler dreizehn Jahre Zeit. An der Sachsenhausener Oberschule mit ihrem Praktischen Lernen werden Schüler gefördert, die in der Theorie Schwierigkeiten haben, den Lehrstoff zu erfassen, ihn in der Praxis aber ohne Probleme verstehen.

Wie sollten dabei der Zensurendurchschnitt und die Interessen des Kindes berücksichtigt werden?

Wenn Kinder ans Gymnasium wechseln, dann sollte die Notensumme aus den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch 7 oder niedriger sein. Am Gymnasium wird das Abitur nach zwölf Jahre abgelegt werden, da wird viel vorausgesetzt. Wer viel lernen muss, der wird Schwierigkeiten haben. Außerdem sollten die Eltern berücksichtigen, wie ihre Kinder lernen, welche Hobbys sie haben und wie ehrgeizig sie sind. Wenn ein Kind ständig ermahnt werden muss, die Hausaufgaben zu machen, ist das keine gute Voraussetzung für selbstständiges Lernen. Wenn ein Kind keine Zeit mehr für Freizeitaktivitäten hat, wird das Lernen schnell zur Qual.

Wie kann die Grundschule den Eltern helfen?

Wir bieten allen Eltern persönliche Gespräche an. Die Lehrer haben die Kinder sechs Jahre begleitet und kennen ihre Schwächen und Stärken. Daraus formulieren wir eine Empfehlung, die wir den Eltern gern erklären.

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