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Auf der Trasse der Oderbruchbahn verläuft der neue Radweg von Wollup nach Zechin / Baufeld wird ab nächster Woche freigeschnitten

Radweg
Lückenschluss zwischen den Wegenetzen im Oderbruch

Mit neuartigem Belag: So könnte der Radweg aussehen, wenn das wasserdurchlässige Matrial „Luwadur“ zum Einsatz kommt. Der in Berlin und Hohen Neuendorf ansässige Hersteller verwendet einheimische Rohstoffe und versichert minimale Pflegekosten.
Mit neuartigem Belag: So könnte der Radweg aussehen, wenn das wasserdurchlässige Matrial „Luwadur“ zum Einsatz kommt. Der in Berlin und Hohen Neuendorf ansässige Hersteller verwendet einheimische Rohstoffe und versichert minimale Pflegekosten. © Foto: Luwadur
Ulf Grieger / 18.01.2019, 06:00 Uhr
Zechin/Wollup (MOZ) In diesem Frühjahr wird der Radweg zwischen Zechin und Wollup gebaut. Die Seelower Firma GelaBau befreit ab nächster Woche die Trasse von den Bäumen und Sträuchern, die seit der Stilllegung der Oderbruchbahn Ende der 1960er Jahre dort gewachsen sind. Darüber informiert Golzows Bauamtsleiter Axel Kraetzer.

Der Lückenschluss des Europaradweges R1 ist Teil des EU-Projektes „Barrieren reduzieren — gemeinsame Stärken nutzen“. Der 5500 Kilometer lange Europaweg R1 ist ein Hauptweg für den Fahrradtourismus in sieben europäischen Ländern. Projektpartner sind der Kreis Märkisch-Oderland, die Arbeitsinitiative Letschin, die Gemeinden Hop-pegarten, Letschin und Zechin sowie in Polen die Stadt Gorzow. Für insgesamt 3,16 Millionen Euro werden ein Besucherleitsystem entwickelt, 713 Meter Radweg in Gorzow gebaut, auf 530 Meter Länge der Lückenschluss im Radweg Hönower Dorfstraße/Schwarzer Weg sowie der 2,5 Kilometer lange und 2,5 Meter breite Radweg entlang der Trasse der einstigen Oderbruchbahn an der L33 gebaut. In Wollup wird zudem ein weiterer, 1,8 Kilometer langer Radwegabschnitt entlang der Eichenallee ausgewiesen.

Seit Jahren warten die Zechiner und Letschiner auf den Bau dieses Radweges. Er verknüpft die touristischen Wegenetze und ist insbesondere als Schulweg von Bedeutung. Der Radweg schließt an den an, der von Letschin bis Ortsausgang Wollup führt. Von dort wird der Weg auf dem Schotter der alten Eisenbahntrasse aufgebaut. Dabei kommt ein bislang im Oderbruch noch nicht eingesetztes Material zur Anwendung. Es nennt sich „Luwadur“ und besteht aus mit Kunstharz verbundenem Natursteinkies, der vor Ort angemischt und eingebaut wird. „Das Material passt sich an den Untergrund an, ohne den Boden zu versiegeln“, so der Bauamtsleiter. Die Fläche wird fest wie Asphalt, kann aber aufgrund der Durchlässigkeit bis direkt an die Alleebäume verlegt werden. Die Zufahrten der Feldwege bekommen ein anderes Pflaster, so Kraetzer.

Die Förderung der Kosten von rund 887 000 Euro erfolgt zu 85 Prozent aus dem Interreg-VA-Programm der EU. Den Eigenanteil teilen sich Letschin und Zechin sowie der Kreis.

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