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Tanzprobe
Schweiß und Muskelkater sind gratis

Volle Konzentration: Immer wieder gehen die Tänzer im Friedrich-Wolf-Theater die Schrittkombinationen für „Pandoras Box“ durch.
Volle Konzentration: Immer wieder gehen die Tänzer im Friedrich-Wolf-Theater die Schrittkombinationen für „Pandoras Box“ durch. © Foto: Janet Neiser
Janet Neiser / 21.01.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 21.01.2019, 15:41
Eisenhüttenstadt (MOZ) Mächtig ins Schwitzen gekommen sind am Sonnabend junge Tänzerinnen und Tänzer im Friedrich-Wolf-Theater in Eisenhüttenstadt. Sie haben für das diesjährige Projekt „Pandoras Box“ trainiert, das im März bei der Tanzwoche seine Premiere erleben wird. Der Spaß ist ihnen anzumerken, trotz der Anstrengung.

Eine kurze Pause am Nachmittag wird einigen schnell zu lang. Nach einer kleinen Stärkung kehren sie vorzeitig zurück auf die Bühne, sie gehen Schritte und Drehungen durch, geben sich gegenseitig Tipps. Und da Choreograf Jeffrey Jimenez noch in einer Besprechung zu den Kostümen steckt, kommt die Musik auch nicht aus seinem Laptop, sondern aus den Mündern der Tänzerinnen, die von Fire & Flame, Tanzlust Jung & Alt, den Carma Chicks sowie dem kuz kommen.

Im Friedrich-Wolf-Theater wird für "Pandoras Box" trainiert.
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Tanzwoche 2019: Probe fürs Projekt

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„Es ist etwas schwieriger als das Projekt im Vorjahr“, sagt Jule vom Tanzensemble kuz. „Aber es macht Spaß.“ Dass er diesmal eine Schippe drauflegen würde, das hatte der Berliner Gastchoreograf im Vorfeld schon angedeutet. Das Niveau der Tänzer sei 2018, als er auch schon dabei war, so hoch gewesen, dass er den Anspruch weiter erhöhen wollte. Und so ließ der Muskelkater nicht lange auf sich warten. „Das ist die Zeit, in der man am besten in Form ist“, meint eine junge Dame in der Runde. Die anderen nicken mit einem zustimmenden Lachen. Die meisten der 26 Tänzer kennen die Zusammenarbeit mit Jeff, wie sie ihn alle nennen, bereits.

„Er ist super cool und mega sympathisch“, findet Kristin von Fire & Flame. Sie ist tatsächlich das erste Mal dabei. „Ich habe das letzte Projekt gesehen und fand es richtig toll, weil es mal ein total anderer Stil war“, meint die 15-Jährige. Deshalb nimmt sie die zusätzlichen Proben am Wochenende gern in Kauf. Genau wie Nele. Die 22-Jährige möchte auf die Tanzwoche nicht mehr verzichten, obwohl sie längst ihren Schulabschluss in der Tasche hat und mittlerweile in Cottbus studiert. Da habe sie sich auch schon nach einem Tanzverein umgesehen, gibt sie zu. Aber meistens ging es dabei um Karneval. „Das ist nicht so mein Ding“, sagt sie. Also bleibt sie dem kuz treu.

Ähnlich klingt das bei Kevin. Obwohl sein Bruder die Tanzschuhe an den Nagel gehängt hat, blieb er. „Ich mache das jetzt schon so lange, da kann ich nicht einfach aufhören.“ Damit er auf der Bühne nicht der einzige Mann bleibt, hat Jeff Verstärkung aus Potsdam mitgebracht, den 17-jährigen Noah. Der ist sich sicher, dass die geringe Anzahl von Jungen in den Tanzvereinen damit zu tun hat, „dass es noch immer so viele Vorurteile gibt, was das Tanzen angeht“.

Doch Zeit zum Philosophieren bleibt nicht. Jeffrey Jimenez ist zurück und übernimmt sofort das Kommando – auf und vor der Bühne. Jetzt brummen die Bässe wieder und die Schweißperlen lassen nicht lange auf sich warten.

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