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In die Lenné Passagen zieht ein neuer Fleischer / Aldi wird nicht vergrößert / Zunehmender Leerstand im Oderturm

Leerstand
Frankfurt ist gespannt auf neue Geschäfte

Lisa Mahlke / 24.01.2019, 07:45 Uhr - Aktualisiert 24.01.2019, 09:56
Frankfurt (Oder) (MOZ) Diejenigen, für die die heiße Theke der Fleischwaren Fürstenberger in den Lenné Passagen bislang die Anlaufstelle in der Mittagszeit war, müssen sich keine Sorgen machen. Zwar hatte der Stand der Müllroser Märkische Imbiss- und Fleischereibedarf GmbH am Sonnabend seinen letzten Tag. Ab 1. Februar jedoch beginnt dort der Umbau zur Golßener Fleischerei, die ein Ableger der Mago Fleisch- und Wurstwaren aus Berlin ist. „Es wird ein tolles und verbessertes Mittagsangebot geben“, kündigt Centermanager Wolfgang Kohlberg an und sagt, diese Entscheidung habe kaufmännische Gründe.

Die ursprünglich angedachte Erweiterung des Aldi-Marktes wird aufgrund der Planungen für die Slubicer Straße nicht umgesetzt. In den dort entstehenden Neubau zieht eine weitere Filiale des Discounters ein.

Der Einzelhandel in Frankfurt ist schwierig, sagt Kohlberg. Das Centermanagement sei jedoch an mehreren Stellen dabei, „die Situation für unser Haus zu optimieren.“ Im Moment arbeite er daran, dass das textile Sortiment ergänzt wird. So gebe es Gespräche über die Ladenfläche, auf der bis Sommer vergangenen Jahres das Männermodeland untergebracht war. Die dahinter stehende CR Lifestyle GmbH, zu der auch das mittlerweile ebenfalls geschlossene Modeland im Oderturm gehörte, hatte Insolvenz angemeldet.

Zunehmender Leerstand an Geschäften im Oderturm und in den Lenne-Passagen in Frankfurt.
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Platz für neue Geschäfte

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Leer steht in den Lenné Passagen außerdem die große Ladenfläche, in der bis vor vier Jahren ein C&A Online-Outlet-Store Ware verkaufte. „Das war noch vor meiner Zeit“, erzählt Kohlberg und bezeichnet die Bestrebung, Onlinefachmärkte in Deutschland unterzubringen, als „Testversuch“. „Das Konzept hat nicht funktioniert, die gibt es in ganz Deutschland nicht mehr.“ Um die 90 Prozent der Gesamtmietfläche sind in den Lenné Passagen vermietet, erzählt Kohlberg.

Mehr Leerstand herrscht im Oderturm. Centermanager Ralf Müller will sich zur Schließung der WMF-Filiale aber nicht äußern. Diese hat am 20. Februar ihren letzten Verkaufstag. Neue Ware wird bereits seit November nicht mehr geliefert,  erzählt eine Verkäuferin. Direkt gegenüber befand sich das Modeland (ehemals Leiser), auf zwei Etagen. Aus dem ersten Stock des Hauses sind außerdem weitere Geschäfte und Restaurants kürzlich beziehungsweise schon vor Jahren ausgezogen: Orion, das Café East Side, ein asiatisches Restaurant. Der Juwelier Sydow im Eingangsbereich an der Magistrale kündigt am Schaufenster Räumungsverkauf an. Neu entsteht derzeit ein Food-Court, also ein Bereich, der ausschließlich zum Essen und Trinken gedacht ist, wie man ihn aus großen Shoppingcentern kennt. Auch zu diesem Thema will Müller nichts sagen.

Prinzipiell ist es laut Kohlberg schwer, Einzelhändler für Frankfurt zu finden. 1,6 Quadratmeter Einzelhandels-Verkaufsfläche pro Kopf sei der deutschlandweite Durchschnitt. In Frankfurt ist diese Zahl bei über 3 Quadratmetern. Die Kaufkraft hingegen liege bei nur 86 Prozent des Bundesdurchschnitts. „Das macht die Vermietung schwer.“

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