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Drei Ortsgruppen der Volkssolidarität wollen noch enger kooperieren

Seniorenpolitik
Kräftebündeln an der Kaffeetafel

Eva-Maria Lubisch und Ulf Grieger / 25.01.2019, 07:30 Uhr
Podelzig Die Ortsgruppen der Volkssolidarität Lebus Podelzig, Reitwein und der Amtsseniorenbeirat Lebus haben am Mittwoch erstmalig einen gemeinsamen Neujahrsempfang veranstaltet. Die Premiere fand im deutsch-polnischen Kulturzentrum in Podelzig statt.

Um die 50 Mitglieder und Gäste nahmen hatten an der festlich gedeckten Kaffeetafel Platz genommen. Ingrid Blankenfeld, Vorsitzende des Amtsseniorenbeirates und der Ortsgruppe Lebus, konnte zudem den Bundestagsabgeordneten der Linken Thomas Nord, die Landtagsabgeordnete Bettina Fortunato (Die Linke), Amtsausschussvorsitzende Margot Franke (SPD) sowie den Bürgermeister von Podelzig, Thomas Mix, begrüßen. Sie betonte das Anliegen des Treffens: „Wir wollen uns besser kennenlernen, Meinungen auszutauschen und unsere Kräfte bündeln.“ Die Ideengeberin für dieses Treffen ist die Ortsgruppenvorsitzende aus Reitwein, Monika Bäcker. Sie hatte bereits zuvor eine gemeinsame Fahrt zum Bundestag organisiert und dabei mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hans Georg von der Marwitz zusammengearbeitet. Im vergangenen Jahr gab es ein zweitägiges Treffen mit Teilnehmern aus Podelzig, Reitwein und Lebus mit Unterstützung von Bettina Fortunato und Axel Dolata mit einem eindrucksvollen Programm in Berlin.

Auf Einladung von Thomas Nord  wurden die Besucher bei der Besichtigung des Plenarsaals über die Arbeit des Parlaments informiert. Bei der Stadtführung am Denkmal für ermordete Juden Europas, Sinti und Roma, besonders in Berlin-Grunewald wurden starke Gefühle bei den Teilnehmern wachgerüttelt. Die Stadtrundfahrt ermöglichte einen Gesamteindruck der Bundeshauptstadt. „Dabei fielen auch Widersprüche auf. Den Eröffnungen von Groß- Kaufhäusern und Büros stehen fehlende bezahlbare Wohnungen gegenüber“, berichtete Ingrid Blankenfeld. In der Ausstellung „Alltag in der DDR“ in der Kulturbrauerei wurde der Protest aller Teilnehmer herausgefordert. „Für uns, die 40 Jahre Alltag in der DDR erlebten, war das ein falsches Bild von unserem Leben“, so Ingrid Blankenfeld. Da Thomas Nord am Treffen der Gruppe in Berlin nicht teilnehmen konnte, kam es nachträglich zu dieser Einladung nach Podelzig.

Mit der Aufforderung  „Lassen Sie uns anstoßen auf ein gutes Jahr 2019, ohne Kriege auf unserer Welt, auf die Verwirklichung unserer Vorhaben und auf unsere Gesundheit“, läutete Ingrid Blankenfeld die gemütliche Kaffeerunde ein. Im Anschluss gab der Bundestagsabgeordnete Nord Einblicke aus seinem privaten und politischen Leben. „Die Zeiten sind unruhig, keiner weiß was kommt in punkto Flüchtlingspolitik, Brexit, erneuerbare Energie“, so etwas besorgt der Vollblut Politiker Thomas Nord. Er ist seit 42 Jahren in der Partei (SED, PDS und jetzt Die Linke). Nord war 2005 bis 2012 Landesvorsitzender der PDS in Brandenburg und seit zehn Jahren Mitglied des Bundestages.

Er stellte sich den Fragen der Besucher und Gäste. Gerlinde Wunsch aus Podelzig wollte wissen, wie sich die Landeslisten zur Wahl am 26. Mai zusammensetzen. Elke Apelt vom Seniorenbeirat Lebus stellte Fragen zur Flüchtlingspolitik und Braunkohleausstieg.

Bürgermeister Thomas Mix bedankte sich im Anschluss mit Blumen bei den Organisatoren Vorsitzende Karin Schwander aus der Ortsgruppe Podelzig, bei der Vorsitzenden Ingrid Blankenfeld aus Lebus und bei Vorsitzende der OG Reitwein Monika Bäcker. Er stellte in Aussicht, das in Poldelzig eine Tagespflege ähnlich denen in Falkenhagen und Friedersdorf eröffnet werden könnte. Seit Jahren wünschen sich die Älteren Senioreneinrichtungen in Lebus, erklärte Ingrid Blankenfeld im Nachgang. Monika Bäcker thematisierte die Aufwandsentschädigung der Ehrenamtlichen: „Ohne Ehrenamt läuft nichts. Aber Fahrtkosten und ähnliches können nicht einmal bei der Steuererklärung in Ansatz gebracht werden.“ Auch der Wegfall des Senioren-Transporters spielte eine Rolle.

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