Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Patientin mit falscher Kleidung und fremden Krankenakten nach Hause geschickt

Gesundheit
Pannen-Serie im Klinikum

Das Klinikum Frankfurt gehört zu den großen Gesundheitseinrichtungen in Ostbrandenburg.
Das Klinikum Frankfurt gehört zu den großen Gesundheitseinrichtungen in Ostbrandenburg. © Foto: Gerrit Freitag
Heinz Kannenberg / 26.01.2019, 07:15 Uhr - Aktualisiert 26.01.2019, 08:21
Frankfurt (Oder) (MOZ) Diese Geschichte ist eigentlich unvorstellbar. In Sachen Datenschutz ist sie ein Alptraum. Die Betroffenen macht sie fassungslos, und sie hinterlässt Fragen. Vor allem diese: Ist es ein Einzelfall, oder passiert das vielleicht immer mal wieder im Klinikum?

Anfang Dezember 2018 erfolgte bei einer Demenz-Patientin im Markendorfer Klinikum ein medizinischer Eingriff. Die 77-jährige Anna M.* sitzt im Rollstuhl und hat den Pflegegrad 4. Nach der OP vereinbart eine Schwester aus dem Klinikum ein Abschlussgespräch der behandelnden Ärztin mit dem Ehemann und der Tochter der Patientin. Die Angehörigen sagen zu.

Als sich der Ehemann der Seniorin am Tag des Gesprächs gegen 10.15 Uhr gerade auf den Weg zum Klinikum machen will, stoppt ein Taxi im Nieselregen vor dem Haus. Im Auto sitzt seine Frau Anna im Rollstuhl, die das Klinikum nach Hause geschickt hat. Sie trägt einen grauen Jogginganzug, der ihr nicht gehört und den der Ehemann noch nie gesehen hat. Darüber wundert sich später auch die Tochter, denn ihre Mutter kann sich längst nicht mehr alleine anziehen. Auch in der Reisetasche der Patientin befindet sich ein heilloses Durcheinander.

 

 Den ausführlichen Bericht lesen Sie in unserer Wochenendausgabe 26./27. Januar 2019. 

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Norbert Wesenberg 26.01.2019 - 16:27:10

Unglaublich und doch wahr

Wer als Patient mit allen Tassen im Schrank sich ins Klinikum nach Markendorf begeben muss, der bekommt schon eine gehörige Portion Innenansicht des Klinikbetriebes mit und die verschlechtert sich von Jahr zu Jahr. Personal das man sich von anderen Stationen ausleiht, oder über Arbeitsvermittlungsfirmen akquiriert werden muss, sind nur Beispiele von vielen Unzulänglichkeiten. Entlassungen von Patienten ohne ausreichendes Abschlussgespräch, vorgefertigtem Entlassungsbericht und fehlender gesetzlich vorgeschriebener Nachsorgeverordnung zeugen von überlastetem ärztlichen Personal. Zum Glück sind diese Zustände nicht in allen Fachkliniken an zu treffen. Auf jeden Fall sollte die Klinikleitung auch diesen aktuellen Fall zum Anlass nehmen ihre Qualitätsstandards auf den Prüfstand zu stellen.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG