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Abschied
Gereon – vom Renn- zum Freizeitpferd

Jetzt ein Pferde-Rentner: Dennis Schiergen gewinnt hier mit Gereon auf der Galopprennbahn Hoppegarten.
Jetzt ein Pferde-Rentner: Dennis Schiergen gewinnt hier mit Gereon auf der Galopprennbahn Hoppegarten. © Foto: Francis Bandermann/Sorge
Jens Sorge / 27.01.2019, 07:00 Uhr
Hoppegarten Er gehörte zu den besten Rennpferden in Hop-pegarten. Jetzt hat der Senior Gereon seine Laufbahn beendet und genießt künftig, wie viele seiner Art- und Berufsgenossen, als Freizeit-Reitpferd den zweiten Lebensabschnitt. Gereon hat viel erreicht. Zwischen dem 18. Juni 2010 bis 12. August 2017 hat er von 50 Rennen acht gewonnen und 206 100 Euro zusammengaloppiert. Er stammt vom westfälischen Gestüt Ebbesloh. Er ist Sohn des in der Zucht nicht weiter aufgefallenen Derbysiegers Next Desert und Golden Time. Er hat seinem Umfeld mit dem in Hoppegarten neben der Rennbahn aktiven Besitzertrainer Christian Zschache an der Spitze viel Freude bereitet.

Wenn Rennpferde von diesem Format und jahrelange Pub-likumslieblinge die Laufbahn beenden und den Wohnort wechseln, ist auch stets Wehmut angesagt. Das trifft im Falle des zweifachen Gruppe-Siegers, der einstigen Derbyhoffnung und eisenhartem elfjährigen Gereon  zu. Die zweijährig furios gestartete Laufbahn mit drei Siegen bei ebenso vielen Einsätzen gipfelte in dem imponierenden Erfolg im Krefelder Ratibor-Rennen unter Pascal-Jonathan Werning. Keine Frage, dass im Jahr da-rauf vom Derby geträumt wurde. Und nach dem zweiten Platz im Mehl Mülhens-Rennen hinter dem erstklassigen englischen Meiler Excelebration und dem dritten Rang im 176. Oppenheim-Rennen nahmen die Träume immer konkretere Formen an. Saß in den beiden Toprennen Georg Bocskai in Gereons Sattel, disponierte man nach der unglücklichen Niederlage im Oppenheim-Rennen für das Idee 142. Derby um und engagierte Weltklassereiter Johnny Murtagh. Doch es blieb beim Traum vom Derbysieg. Hohe Kaufangebote hatte Christian Zschache zuvor abgelehnt, ihm hat dieses feine Pferd sehr viel bedeutet.

Zwei Jahre später gelang Gereon bei der Großen Woche in Iffezheim im Darley Oettingen-Rennen (Gr. II) ein spektakulärer Sieg, der seinen Trainer zu einem Start beim Meeting um den Prix de l‘Arc de Triomphe in Paris-Longchamp motivierte. „Die Aufgabe im Qatar Prix Daniel Wildenstein war dann doch zu schwer“, denkt Christian Zschache zurück. Gute Platzierungen in Listenrennen, Ausgleichen I und Siege in günstigen Altersgewichtsrennen runden die erfolgreiche Laufbahn des Pferdes ab, das jetzt die Familie Rödiger in Wedemark unweit von Hannover-Langenhagen in Niedersachsen begeistert.

Gereons neue Besitzerin Cona Rödiger weiß als langjährige Reiterin, mit Vollblütern umzugehen: „Gereon ist ein tolles Pferd. Ich nutze ihn als Freizeitpferd, zum Reiten durch Feld und Wald. Gegenwärtig steht er auf einem Reiterhof, weil dort eine Halle vorhanden ist. Da geht unser neues Familienmitglied wie ein Dressurpferd, ist sehr brav und umgänglich. Anfang April holen wir ihn zu uns. Wir verfügen über einen Stall mit vier Boxen und Wiesen am Stall, wo er viel Auslauf hat. Jetzt haben unsere Töchter Gereon geritten und sind voll des Lobes. Wir sind alle sehr glücklich mit Gereon“, betont Cona Rödiger und fügt lächelnd hinzu: „Er mit uns wohl auch.“(sor)

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