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Tag der offenen Tür am Rouanet-Gymnasium Beeskow / 125 Schüler für das kommende Schuljahr angemeldet

Tag der offenen Tür
Vor dem großen Knall

Jörg Kühl / 27.01.2019, 21:43 Uhr - Aktualisiert 28.01.2019, 12:47
Beeskow (MOZ) Zahlreiche Schüler, vorwiegend der fünften und sechsten Klassenstufe sowie deren Familienangehörige haben am Sonnabend die Gelegenheit genutzt, das Rouanet-Gymnasium am Tag der offenen Tür kennenzulernen.

Im Biologie-Kabinett ist das große Krabbeln angesagt. Fachlehrer Heiko Miethe pflückt von einem Himbeerzweig eine handspannenlange Stab-Heuschrecke und setzt sie der Schülerin Annika Kubat auf den Ärmel. Fasziniert und angstfrei lässt die Fünftklässlerin, die mit ihrer Familie von Bad Saarow ans Rouanet-Gymnasium gekommen war, das bizarre Tier über ihren Oberarm krabbeln. Doch der Biologielehrer hatte noch ein kribbelndes Ass im Ärmel: Eine Riesen-Fauchschabe, die ein schnaufendes Geräusch von sich gibt, wenn man sie streichelt, dabei jedoch völlig ungefährlich ist. „Die Heuschrecken essen die Blätter des Himbeerstrauchs, die Beeren esse ich“, so der Pädagoge mit augenzwinkerndem Unterton.

Unterdessen ist aus einem benachbarten Zimmer der dumpfe Knall einer Explosion zu vernehmen. Vor Ort entpuppt sich das Geräusch als Teil eines simplen Experiments. Sören Liedtke aus Klassenstufe 11 führt erneut ein brennendes Feuerzeug an einen mit Wasserstoff gefüllten Luftballon heran. Die anwesenden Schüler halten sich die Ohren zu, viele ducken sich ein wenig zur Seite. „Wumm!“: Auch wenn man damit rechnen musste, so empfinden alle Anwesenden die Explosion, die man als Druckwelle wahrnehmen kann, als beeindruckend.

Experimente und Informationen im Beeskower Gymnasium
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Tag der offenen Tür im Rouanet-Gymnasium

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Im vorigen Jahr wurden erstmals fünf Klassen am Rouanet-Gymnasium eröffnet. Auch in diesem Jahr gibt es zahlreiche Anmeldungen, aktuell 125. Ob auch in diesem Jahr wieder fünf Klassen gebildet werden, ist nicht unwahrscheinlich, aber noch nicht entschieden. „Da müssen Sie den Schulleiter fragen“, so die Schulsachbearbeiterin Elke Knauthe. Doch Jürgen Teichert ist am Tag der offenen Tür mit Elterngesprächen ausgebucht.

Thi Minh Tinh Pham und Marie Gottschalk nutzen den Anlass, um ihre ehemaligen Lehrer wieder zu sehen. Die beiden jungen Frauen hatten 2016 am Rouanet-Gymnasium ihr Abitur abgelegt, fühlen sich ihrer Schule aber immer noch verbunden.

Die Schulaspiranten hatten die Möglichkeit, an fünf verschiedenen Schnupperunterrichten teilzunehmen oder frei durch die Schulgebäude zu schlendern. Einige Schüler hatten sich bereit erklärt, Besuchergruppen durch das Gymnasium zu leiten. Zu ihnen zählen Emilia Kurylyszyn und Maria Lorenz aus der 7e. „Vor einem Jahr haben wir hier selbst noch geschnuppert“, erinnert sich Maria Lorenz. Damals habe sie ganz schön Respekt vor dem Eintritt ins Gymnasium gehabt. Heute komme ihr alles schon ganz vertraut vor.

Die Bildungseinrichtung bietet ihren „Simmies“, wie die Siebtklässler liebevoll genannt werden, neben Englisch die Möglichkeit, Französisch oder Lateinisch als zweite Fremdsprache zu wählen. Beinahe die Hälfte, so Fachlehrerin Ariane Haß, entscheidet sich für die ausgestorbene, aber immer noch quicklebendige Sprache der Römer.

Kommentar: Infotainment

Eigentlich hat das Rouanet-Gymnasium Werbung nicht nötig. Schließlich wird die Schule jedes Jahr von Siebtklässlern geradezu überrannt. Im vorigen Jahr musste erstmals eine fünfte „Simmiesklasse“ eröffnet werden. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Vielzahl an Schulanmeldungen.

Auch wenn Werbung nicht an erster Stelle steht: Viele Eltern wollen Information. Über die Organisation des Lernens, Wahlmöglichkeiten von Fächern, die Ausstattung mit Lehrmitteln. Und es gibt die Wahl: Für viele Familien sind Spezialschulen mit Schwerpunkten, wie Naturwissenschaften, Musik oder Sport mindestens in der engeren Auswahl. Nicht zuletzt locken private Schulen mit alternativen Angeboten. Sei es wie es will: Nicht zuletzt ist ein Tag der offenen Tür immer auch eine Variante, einen angenehmen Vormittag mit bildungsinteressierten Menschen zu verbringen: Infotainment inklusive!⇥Jörg Kühl

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